Bedienung des MagicMap Clients

aus Nomads, der freien Wissensdatenbank

Dies ist die Hilfe-Dokumentation zur Bedienung des MagicMap Java-Client (Stand: Version 0.9.3 vom 08.09.2008). Für die Dokumentation zum Windows Mobile Client siehe MagicMapCE. Die hier beschriebene Version können Sie auf der MagicMap-Download-Seite herunterladen. Eine Übersicht über die Funktionen in dieser Version, die Änderungen gegenüber älteren Versionen sowie geplante Neuerungen für zukünftige Versionen finden Sie unter MagicMap ChangeLog.

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Inhaltsverzeichnis

Präambel

Beim MagicMap-Client handelt sich um Beta-Software. Wir geben diese Software ohne Gewähr zu Testzwecken heraus. Für den produktiven Einsatz sind weitere Funktionen und Überarbeitungen geplant, siehe kurzfristige Planung unter Release-Planung und langfristige Planung unter MagicMapMilestones. Die Ortung mit der hier beschriebenen Version funktioniert, allerdings sind noch einige Einschränkungen zu berücksichtigen:

  • zum Stumbling unter Windows XP ist der in der Installationsanleitung beschriebene Workaround über zusätzliches Netzwerkprotokoll nötig. Für Vista, Mac OS X oder Linux gibt es dagegen komfortable Plugins mit eigenem Stumbler
  • bislang funktioniert die Ortung nur zweidimensional, also auf einer Ebene. Die Ortung auf mehreren Ebenen geht noch nicht. Als Workaround kann man Access Points auf anderen Ebenen von der Berechnung ausblenden.
  • es gibt noch keine automatische Umschaltung zwischen Karten, dies muss man noch manuell durchführen
  • Bei "hybrider" Ortung sieht man bislang nur die einzeln georteten Interfaces (also WLAN, Bluetooth, GSM, GPS, RFID, ZigBee) und muss aus dem Namen die Zusammengehörigkeit herauslesen. Wir arbeiten an der weiteren Integration.

Das Kartenkonzept in MagicMap

MagicMap ist nach Karten strukturiert, d.h. man muss angeben, in welcher Karte man sich befindet und wird dann in dieser geortet. Andere Nutzer, die diese Karte abfragen (d.h. in der Darstellungsansicht anwählen), erhalten die Positionsinformation aller Clients auf dieser Karte (bzw. von allen Clients die sich "sichtbar" eingestellt haben. Wählt ein Client den Modus "unsichtbar", werden keine Positionsupdates weitergeleitet). Eine Karte ist dabei einfach ein Bild im JPG-, PNG- oder BMP-Format (ein ergänzendes Umgebungsmodell, dass Durchgangsbereiche wie Türen, Flure und Treppen erfasst, ist in Arbeit, siehe Pfadbasierte Ortung). Karten können entweder selber angelegt und auf den Server hochgeladen werden, oder es können vorhandene Karten vom Server benutzt werden. Dazu muss man sich an einem Kartenserver anmelden.

Anmelden am Server

Im Dialog <Datei/Verbinden> kann man sich entweder auf unseren Server "PHL", der als default eingestellt ist, einwählen, oder einen eigenen Server konfigurieren und angeben. <Port> gibt den TCP/IP Port an, unter dem der Server zu erreichen ist. Im Normalfall ist das Port 80. Für einen lokal gestarteten Server ist als Rechnername "localhost" und als Port 8080 anzugeben.

Bei der ersten Einwahl kann man Clientname und Passwort frei wählen. Bei folgenden Einwahlen müssen Rechner (überprüft wird dazu die MAC-Adresse) und Passwort passen, der Clientname ist beliebig. Eine nachträgliche Änderung des Passwortes ist nicht möglich, d.h. gut merken!

Die MAC-Adresse wird benötigt, um für jeden Client eine eindeutige ID anlegen zu können. Ohne MAC-Adresse ist daher keine Einwahl möglich (beispielsweise Einwahl über GSM).

Sollte man sein Passwort vergessen haben können wir das zurücksetzen. Dazu mail an Andreas Weiß.

Nutzung ohne Server

Alternativ zu der Nutzung eines Servers, kann man mit MagicMap auch autark arbeiten. Dazu im Dialog <Datei/Verbinden> die Checkbox <kein Server (Standalone)> auswählen. Ohne Server findet kein Austausch von Signal- oder Positionsinformationen statt, alle anderen Funktionen - wie die autarke Ortung - sind aber voll nutzbar.

Nach dem erfolgreichen Anmelden an einem Server bzw. der Konfiguration als Standalone stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

Karte anlegen

Über <Datei/Neue Karte> kann eine Neue Karte auf dem Server angelegt werden. In dem Dialog sind dazu ein global eindeutiger Name der Karte und eine URL unter der die Datei des Bildes der Karte erreichbar ist, nötig. Es werden alle vom JDK unterstützten Dateiformate unterstützt. Die URL kann entweder auf eine Datei im Internet zeigen, zum Beispiel www2.informatik.hu-berlin.de/Institut/Adlershof/32.gif oder aber auch auf eine lokale Datei, zum Beispiel file:///C:/programme/magicmap/karten/lagerhalle5.jpg

Hinweis: Damit eine lokale Karte auch auf anderen Clients nutzbar ist, müssen diese die Datei an der gleichen lokalen Adresse gespeichert haben.

Karte laden

Über <Datei/Karte laden> kann eine Karte vom Server geladen werden. Dabei werden nur der Name und die URL übertragen, das Laden der Bilddatei übernimmt der Client selbst. Das heißt, die URL muss für den Client zugänglich sein. Ist die URL nicht verfügbar, wird sie in der Liste der angebotenen Karten durchgestrichen, andernfalls in der Vorschau angezeigt.

Nach dem Laden der Karte und eingeschaltetem Scanner sollte der eigene Client und die ”gesehenen” Access Points als grüne beziehungsweise rote Quadrate erscheinen.

Sind mehrere Clients auf der gleichen Karte eingeloggt, erscheinen diese ebenfalls nach einigen Sekunden als grüne Quadrate.

Stumbling

Wenn ein Objekt ausgewählt wird, werden dessen Messungen im Stumbling Fenster dargestellt (der 3. Anzeigebereich unten rechts). Das Updateinterval lässt sich unter <Optionen/Updaterate> einstellen. Wird der eigene Client angewählt und ist der lokale Stumbler aktiv, werden die lokalen Messwerte angezeigt. Sollten keine Messwerte angezeigt werden, muss zunächst ein Stumbler installiert werden, siehe Messungen durchführen.

Clients ohne Messungen liefern keine Information zu ihrer Position und werden daher in der linken oberen Ecke (Koordinate 0,0) angezeigt. Sie können aber beliebig verschoben bzw. fixiert werden.

Referenzpunkte anlegen

Wenn der eigene Stumbler aktiv ist, lässt sich über Anwahl der aktuellen Position mir der rechten Maustaste ein Referenzpunkt setzen. Nun wird für ca 5 Sekunden ein Mittelwert der Signalstärken gemessen und als Referenzwert für die Position abgespeichert. Es erscheint ein Symbol, dass den Referenzpunkt repräsentiert. Optional kann man dem Referenzpunkt einen aussagekräftigen Namen geben.

Hinweise:

Ein Referenzpunkt wird in MagicMap erst auf einer Karte angezeigt, wenn er erfolgreich auf dem Server angelegt werden konnte. Das Anlegen kann scheitern, wenn die Verbindung zum Server abbricht, beispielsweise weil man beim Anlegen der Referenzpunkte aus dem WLAN Empfangsbereich herausgeht. Scheitert das Anlegen, erscheint ein Dialogfenster mit einer entsprechenden Fehlermeldung.

Referenzpunkte sollten nicht innerhalb eines 5 Meter Radius um Access Points gesetzt werden, da in dieser Zone typischer Weise eine "Ausbreitungsannomalie" auftritt, d.h. die messbare Signalstärke nimmt nicht mit der Distanz ab, sondern ist bei ca 3-5 Metern am stärksten. Das liegt an Reflektionen von Boden und Decke. Erst mit größerer Distanz erhält man eine monoton fallende Korrelation zwischen Distanz und Signalstärke.

Access Points, Referenzpunkte und Clients fixieren

Falls die Position von Access Points oder stationären Clients bekannt ist, können diese an einer Stelle der Karte fixiert werden. Dazu einfach das Objekt mit der Maus bei gedrückter Shift-Taste auf die entsprechende Position in der Karte schieben. Symbol für eine Fixierung ist ein Anker.

Um die Fixierung aufzuheben muss im Popup-Menu (rechte Maustaste auf den Client, Access Point oder Referenzpunkt) <fixiert> abgewählt werden. Die Objekte verlieren ihren Anker und sie wandern an ihre wahrscheinlichste Position. Mehr dazu unter Verfahren.

Access Point bei Berechnung ausblenden

Über das Kontextmenü lassen sich Access Points für die Berechnung ausschließen. D.h. Kanten zwischen Clients und solchen ausgeblendeten Access Points werden zwar angezeigt, bei der Berechnung jedoch ignoriert. Der Access Point wird aber weiterhin bei den Referenzpunkten erfasst und hat somit schon Einfluss auf die Positionsbestimmung. Eine detailliertere Ausblendfunktion wird folgen.

Optionen

  • Unsichtbar: Es werden keine Signalinformationen des eigenen Stumblers an den Server (und damit an andere Clients) verschickt. Andere Clients können die eigene Position somit nicht bestimmen. Man ist also "unsichtbar".
  • HTTP-Proxy:
  • Updaterate:

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  • ausgewählter Knoten: Zeigt nur die Kanten vom und zum ausgewählten Knoten an.

Das Ausblenden von Elementen steigert die Performance zum Teil erheblich.

Zoomen und Panen

Durch einfaches gedrückt halten der linken Maustaste und anschliessendes Bewegen der Maus kann die Ansicht der Karte verschoben werden. Um zu zoomen gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Entweder man benutzt Mausrad, wobei eine Drehung zum Benutzter heran und eine Drehung vom Nutzer weg herauszoomt, oder man hält die [Schift] Taste gedrückt und zieht dan, bei ebenfalls gedrückter rechter Maustaste nach links (herauszoomen) oder rechts (heranzoomt). Ausserdem kann man auch wie vom Firefox und ähnlichen Programmen gewöhnt, mit [Schift] + und [Schift] - herein- und herauszoomen.

Zusätzlich zu den normalen Zoommöglichkeiten gibt es noch die folgenden Tastenkombinationen: [Strg] 0 zum Zurücksetzen des Zoomfaktors auf den Ausgangswert. [Strg] 9 um die aktuelle Karte zu zentrieren und den Zoomfaktor so anzupassen, dass die Karte genau auf den Bildschirm passt. [Strg] 8 um den Bildschirmausschnitt auf alle Knoten zu zentieren.

Erste Schritte

Mit Server verbinden (oder alternativ autark arbeiten), eine existierende Karte vom Server auswählen oder eine neue Karte anlegen - und los gehts. Der Algorithmus benötigt mindestens 2 Kanten bekannter Länge, d.h. man muß mindestens einen Access Point verankern und 2 Referenzpunkte (oder verankerte Clients) eintragen, erst dann kalibriert sich die Karte.

Online-/Offline-Nutzung und Caching

Dokumentation in Arbeit

Serverseitiges Caching

(neu ab Server Version XY)

Um die Zugriffszeiten zu reduzieren werden Kartendaten auf dem Magicmap Server gecached (neu ab Server Version XY) Eine Karte wird aus dem Server-Cache gelöscht, wenn diese Karte über einen längeren Zeitraum nicht mehr genutzt wurde.

Zu rechtlichen Fragen zum Caching von Internet-Inhalten siehe Ausführungen von Martin Bahr.

Clientseitiges Caching

(neu ab Client Version 0.9.4)

Weitere Funktionalität über Plugins

siehe MagicMap_Plugins

Hilfe

Über den Menüpunkt "Hilfe" kommt man auf die Homepage von Magicmap sowie auf die Hilfeseite hier im Wiki. Daneben kann man sich im MagicMap User Forum auf unserer Seite zu Problemen und deren Lösungen austauschen sowie ggf. über das Bug-Reporting-Tool noch vorhandene Fehler melden.