Erfahrungsbericht nx8220

aus Nomads, der freien Wissensdatenbank

von pibach

Hab mich nach umfassendem Vergleich aktueller Notebooks für ein 15,4" Widescreen Notebook von HP entschieden (Modell PY518ET, Technische Details), kostete am 20. Sept. 05 bei notebooksbilliger 1699,- mit 2,13 GHz Pentium M und WSXGA+ Display.

Inhaltsverzeichnis

Erster Eindruck

Schön flach, edel, stabil, leider ziemlich groß. Mit 2,8 kg ist er auch nicht gerade ein Leichtgewicht.

Geräuschkulisse

Nach dem Einschalten geht die Betriebstemperatur recht zügig auf 45°. Dann schaltet der Lüfter ein, kühlt auf 40° und schalten wieder ab. Der Lüfter arbeitet recht leise, in einem geräuschfreien Raum kann das permanente An und Aus des Gebläses trotzdem ziemlich nerven. Nur im Akkubetrieb bleibt der Lüfter mal längere Phasen aus. Dann hört man nur die Festplatte leise rauschen, das Notebook ist also nie wirklich geräuschfrei, bleibt aber bei normaler Office-Nutzung dezent. Das CD-Laufwerk ist dagegen laut.

Wärmeentwicklung

Im Akkubetrieb wird der Grafikprozessor, ein ATI Radeon X600, durch "ATI PowerPlay" von 400 auf 100 MHz runtergetaktet, was zu etwas geringerer Wärmeentwicklung führt, so daß in Ruhe passsive Kühlung ausreicht. 10 sec. ein Fenster schieben - schon springt der Lüfter an. Die ausgeblasene Luft ist lauwarm. Sobald man mit dem Fensterschieben aufhört, geht der Lüfter wieder aus. An der Unterseite wird der Laptop entsprechend warm. Trotzdem könnte der Temperatur-Schwellwert zum Einschalten des Lüfters etwas höher liegen (andere Hersteller wählen typisch 50°-55° bevor der Lüfter anspringt). Näheres wird im HP-Forum diskutiert. Ein Bios-Update mit verbesserter Lüftersteuerung ist angekündigt. Nachtrag: inzwischen ist es verfügbar, siehe unten.

Man kann mit Centrino Hardware Control die CPU "undervolten", siehe CHC-Tipps. Die genauen Einstellung für den nx8220 stehen im Notebooksforum. Mit den von User "renderslave" vorgeschlagenen Werten bleibt der Lüfter über weite Strecken komplett aus. Neuere NHC Tabelle.

Ein Lasttest mit 3DMark 2001 ergab 11400 Punkte im Netzbetrieb (bzw. PowerfPlay auf max. Leistung) und 3626 Punkte im Akkubetrieb (PowerPlay auf minimalen Stromverbrauch eingestellt). Ab 60° geht der Lüfter auf Stufe 2 (es gibt noch 2 weitere Stufen, die hab ich aber noch nicht erreichen können). Dann schaufelt er viel Luft durch und wird deutlich hörbar. Es gibt dann deutliche Wärmeentwicklung an der Notebook Unterseite. Die Handauflage bleibt weitgehend unbetroffen von Erwärmung, links ist Wärme aber zu bemerken.

ROM Update

Auf den HP Seiten findet man die Updates. Das neue BIOS ist vom 15. September 2005, aber erst seit 5. Oktober verfügbar. Wichtigste Verbesserung ist eine neue "thermal table" für den Lüfter. Ich lade das Update runter und 3 Clicks und ein paar Sekunden später meldet das BIOS: 09/15/2005 F.0F 68DTV - so einfach.

Zunächst merkt man nichts davon. Bringt man aber Last aufs System zeigt sich, dass die HP-Entwickler die Lüftertabelle um die entscheidenden 5° nach oben korrigiert haben. Im normalen Betrieb rangiert der Laptop nach wie vor zwischen 40 und 45°, der Lüfter springt nun aber erst ab 50° an und geht ab 45° wieder aus. Ohne CHC reichen dafür wie oben beschrieben wenige Sekunden Fensterschieben, dann sind 50° erreicht, Sekunden später ist die Temperatur aber auch schon wieder heruntergekühlt. Mit aktiviertem CHC kann man im normalen Betrieb die 50° Belüftungsmarke kaum erreichen. Dann muss man schon das ATI-Powermanagement ausschalten und z.B. mit 3D-Mark heftig Last erzeugen. Die Lüftersteuerung ist nun auch etwas feinstufiger, also kein plötzliches Aufheulen sondern ein dezentes Hochdrehen. Umso mehr kommt aber der Wunsch nach einer Drehzahlregelung oder Abschaltung der beständig rauschenden Festplatte auf - gerade wenn man das interne Micro benutzen möchte, das zwar akkurat aufnimmt, leider aber überwiegend die Festplatte.

Display

Der Bildschirm macht ziemlich Eindruck: Auflösung (WSXGA+ = 1680x1050 Pixel), Blickwinkel, Kontrast, Farben - alles perfekt. Ein geringes aber doch erkennbares Light-Leakage (Durchscheinen der Hintergundbeleuchtung - hier an der Unterkante des Displays) ließ sich feststellen. Ansonsten waren Ausleuchtung und Helligkeitsverteilung nach meinem Eindruck einwandfrei. Die Hintergrundbeleuchtung kommt aber schnell an ihre Grenze. Der "ambient light Sensor" ist praktisch, wenn man fernab von Lademöglichkeiten auf Dauerbetreib aus ist und dann eine Minimalhelligkeit des Displays in Kauf nimmt. Da er das Display ansonsten viel zu stark dimmt, schaltet man ihn normalerweise lieber aus. Auf maximaler Helligkeit ist angenehmes Arbeiten möglich. Gehts für Draussen auch heller? Leider nein. Naja, Indoor - im Büro oder zu Hause - passt das. Super Bildschirm, kaum zu toppen. Aber für helle Umgebung und insbesondere bei Sonnenlicht wünscht man sich mehr Helligkeitsreserve. Die Spezifikation von HP spricht von 180 cd/cm (vermutlich max., das würde in etwa hinkommen), die erreicht das Display aber sicher nicht. Einschlägige Foren berichten von sehr unterschiedlichen, subjektiven Helligkeits-Eindrücken. Ob dies an Auslieferungsunterschieden liegt, ist leider schwer festzustellen. Im ct-Testbericht ("Mobiler Stromsparer", c't 20/05, Seite 82, siehe auch Diskussion im Forum) wurden nur 121 cd/cm gemessen (durchschnittliche Helligkeit bei 9-Punkt-Messung), das kommt gefühlsmäßig auch für mein Gerät etwa hin. Immerhin ist der Bildschirm komplett entspiegelt (Vermutlich PixelBright-Technik), so dass man auch vor hellen Lichtquellen (z.B. Fenster) komfortabel arbeiten kann.

Laufzeit

Anders als in den Normalformat-Geschwistern ist in den HP-Widescreen-Modellen statt eines 6-Zellen-Akku (52Wh) ein 8-Zellen-"Hochkapazitäts-Akku" (14,4V x 4,4Ah=69Wh) eingebaut. Dank diverser Stromsparfunktionen (schaltet u.a. LAN und Soundkarte aus) kommt die Hardware im Officebetrieb mit rund 18 Watt bei voller Display-Helligkeit incl. WLAN aus - und ist damit eins der sparsamsten Sonoma Notebooks. Das Untervolten mit dem NHC-Tool reduziert die Stromaufnahme dabei um 1 bis 2 Watt bei geringer Last, bzw. 800 Mhz, und kann bei höherer Last bis über 10 Watt einsparen, siehe CHC-Tipps. Mit einer Akkuladung erreiche ich also gut 3,5 Stunden bei voller Helligkeit, WLAN und intensiver "Office"-Nutzung (bin kein Spielefreak, aber schaue schon mal auf Google-Earth nach).

Laufzeiten bis über 5 Stunden sind möglich, wenn man sich mit geringerer Displayhelligkeit zufrieden gibt. Die Hintergrundbeleuchtung verbraucht bei maximaler Helligkeit etwa 5 Watt mehr gegenüber der niedrigsten Stufe - mit der sich in dunklen Umgebungen noch komfortabel arbeiten läßt. WLAN+Bluetooth verbraten rund 1-2 Watt. Bei minimaler Hintergrundbeleuchtung und ausgeschalttem WLAN/Bluetooth begnügt sich der Laptop bei geringer Last (800Mhz) mit 12-13 Watt. Ein Internetzugang über ein per USB angeschlossenes UMTS-Handy, hier ein Samsung SGH-Z500, zieht 3-4 Watt.

Der Stromverbrauch steigt drastisch bei grafikintensiven Anwendungen. Der HP ist also kein Langläufer bei Spielen - dank leistunghungriger ATI X600 und PCI-Express geht der Stromverbrauch dann auf 46 Watt hoch. Im DVD Betrieb werden 29 Watt verbraucht (siehe Vergleich der Leistungsaufnahmen bei Tomshardware). Wieder am Netz läd der Akku dank "HP Fast Carge" und 90 Watt Netzteil faszinierend schnell und ist nach einer guten Stunde selbst bei gleichzeitiger Nutzung des Notebooks wieder aufgeladen - deutlich schneller als alle anderen Notebooks am Markt, siehe Charge-Messergebnisse von Tomshardware.

Reiseakku

Ich habe den optionalen Reiseakku mit 52Wh (3,6Ah) Kapazität, bringt also rechnerisch 3/4 mehr Laufzeit - in der Praxis erreiche ich gut 5 bis 6 Stunden im Officebetrieb mit aufgedrehtem Display und WLAN. Bis über 7 Stunden sind mit abgedunkeltem Display zu erreichen. Der Akku ist keilförmig und wird unter das Gerät geschnallt, was aber sehr fummelig ist und rund 455g zusätzliches Gewicht bedeutet. Positiv ist, daß der Zusatzakku zuerst entladen und zuletzt geladen wird. Dadurch steht einem seitens des Primärakkus immer maximale Kapazität zur Verfügung, sollte man den Reiseakku abschnallen. Trotz gut dimensionierter 90 Watt schafft das Netzteil kein paralleles Aufladen beider Akkus bei eingeschaltetem Notebook und braucht dafür gut 3 Stunden.

Auf dem Schreibtisch erhält das Notebook durch den Keil einen leichten Anstellwinkel, was das Tippen ergonomischer macht. Da man die erreichbaren 6-7h Betriebszeit aber meist in Konferenzen oder vielleicht auch in einem Café brauchen wird, ist ein höherliegendes Display aber auch "invasiver". Und auf der Wohnzimmercouch wirkt das Gerät mit Zusatzakku bei 3240g "erdrückend" schwer. Besitzer einer Dockingstation wird es freuen, dass sie den Laptop mitsamt Akku dort einstecken können. Andererseits erhielt der Akku dadurch eine sehr sperrige Form und so passt der Laptop mit Reiseakku kaum noch in eine Notebooktasche und verliert auch seine Handlichkeit. Schade, daß die HP Ingenieure dann nicht einen wirklich vollen Arbeitstag Laufzeit mitgegeben haben - so muss man den fetten Reiseakku und trozdem auch noch das Netzteil mitschleppen, uff. Ist der Akku abgeschnallt, muss man mit den metallischen Einrasthaken vorsichtig sein und sowieso ist das An- und Abschnallen ziemlich umständlich. Insgesamt also keine wirklich zufriedenstellende Lösung. Umso mehr, da der aus früheren HP Modellen bekannt Einschubakku für den Multifunktionsschacht leider nicht mehr in den flachereren Multibay-Schacht der neuen Notebookserie passt. Auch eine größere Akkuversion als Ersatz für den Standardakku - so wie bei IBM/Lenovo - gibt es nicht.

Etwas übberrascht hat mich, daß der Laptop mit Reiseakku 1-2 Grad kühler bleibt und der Lüfter im mobilen Office-Betrieb nicht mehr anspringt. Vielleicht liegt das an der Bodenfreiheit? Jedenfalls schön, daß so endlich richtig Ruhe ist - die Lüftung macht keinen Mucks mehr (auch ohne ROM-Update).

Es gibt auch einen 12-Zellen Reiseakku mit "Ultra High Capacity" (95Wh) und 803g Gewicht:

943L5Z1.jpg

siehe HP Akku Specs

Sound

Akzeptabler Klang aus den rechts und links neben der Tastatur liegenden Miniboxen. Ein Stereoeffekt ist deulich hörbar. Der Sound ist bei 100% zimmerfüllend laut aber nur bis ca 75% schepperfrei, reicht gut für Radio Hörgenuss und Audiountermalung z.B. für Filmchen in kleinen Präsentationsrunden.

Tastatur

Tatsatur fest, nichts biegt sich, knapper Hub, guter Druckpunkt, sehr angenehm ist die breite Handauflage durch das Widesreen Format. Allerdings klackert die Space und die Backspace Taste. Abnehmen der Tasten brachte zu Tage, daß diese breiten Tasten im Gegensatz zu den normalen Tasten eine Metallführung haben, die asymmetrischen Druck ausgleicht aber leider etwas "scheppert". Bei der Backspace Taste ist zudem die Schutzfolie nicht ganz sauber ausgerichtet und die Taste bleibt beim Zurückschnellen hängen, was ein zusätzliches leises "Schnapp-Geräusch" erzeugt - irritierend.

Tastatur-Layout

Leider gefällt mir die Anordnug der Tasten nicht ganz, es ist aber ein Standardlayout. Da fällt mir erst auf, dass mein alter Laptop ein anderes Layout hatte mit etwas intelligenterer Tastenverteilung (Enter direkt neben dem Ä, statt ein # dazwischen; Entf direkt neben dem Cursorblock, statt oben rechts). Erstaunlich, dass es so viel ausmacht, ich fühle mich also zunächst etwas unwohl auf der HP Tastatur. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne. Die Tastatur liegt auch sehr flach, bei meinem alten Laptop konnte man hinten Füßchen ausklappen, um ihn anzukippen. Beim HP muss man was drunterlegen (z.B. ein Buch), um ergonomisch zu arbeiten - oder den Erweiterungsakku drunterschnallen.

Das Touchpad arbeitet so präzise, dass man nach etwas Eingewöhnung getrost ganz auf eine Maus verzichten kann - auch wegen der praktischen Scrollbreiche. Komisch: die rechte Touchpadtaste reagiert erst auf Loslassen - iritierend. Im Übrigen sind die leichtgängigen Touchpadtasten nahe der Unterkante und stehen dort etwas heraus; beim Arbeiten auf der Couch muss man daher aufpassen, dass man die nicht z.B. mit dem Gürtel betätigt. Den Standbymodus schaltet man anfangs oft versehentlich ein, da man beim Tragen des eingeschalteten Notebooks leicht an den links freiligenden Schließtaster des Displaydeckels kommt. Wahrscheinlich aber alles nur eine Frage der Gewöhnung...

Verarbeitung

Der HP macht insgesamt einen schicken und soliden Eindruck. Die Verarbeitungsqualität orientiert sich am Niveau der IBM-Notebooks und ereicht diese auch nahezu. Das Display hat etwas Spiel beim verstellen des Winkels, was z.B. beim Arbeiten auf dem Schuß in ruppeligen U-Bahnen stören kann. Drücken auf den ansonsten sehr stabilen Displaydeckel ergibt trotzdem einen "Wabbeleffekt", siehe Video auf Tomshardware. Im direkten Vergleich zu einem IBM T43 zeigte sich dort überraschenderweise ein ähnlicher Effekt. Sogar das Gehäuse des T43 knarzte leicht. Bei meinem HP knarzt dagegen das linke Displayscharnier minimal - komischerweise knarzt es bereits, wenn man es nur leicht berührt, ansonsten wirkt es aber ordentlich verarbeitet und stabil. Insgesamt liegt die Verarbeitungsqualität von HP und IBM sehr nah beieinander und erreicht bei nur minimalen Schwächen höchste Qualität.

Widescreen-Format

Obwohl die Displayflächen von 15,4" Widescreen (33x21cm) gegenüber 15" Normalformat (30,5x23cm) etwa gleich sind, nutzt der nx8220 das rund 2cm schlankere Widescreen nicht für eine geringere Gehäusetiefe - mit 356 x 264 mm ist er genauso tief wie seine 15" Normalformat-Geschwister nx6110/nc6120 (328,6 x 267 mm), aber knapp 3cm breiter. Über und unter dem Display verschenkt der nx8220 leider je ca 1cm. Vermutlich hat HP die Anordnung von Tastatur, Schnittstellen und Innereien nicht so schnell auf den neuen Formfaktor bringen können. Zum Vergleich: das IBM Z60m hat ähnlich verschwenderische Ausmaße und ist 300g schwerer. Das T60 widescreen spart mit 25,5cm knapp einen cm in der Tiefe (ähnliche Breite: 35,8 cm und Gewicht: 2,8kg). Das MacBook spart nochmals einen cm Tiefe und ist 24,3cm x 35,7cm Breite und 2,59cm Höhe bei 2,54kg das kompakteste 15,4 Zoll Notebook.

Das breite Format ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Ich weiss noch nicht den Platz links und rechts zu nutzen, oben und unten fehlt mir was. Bei Outlook ist es besser, aber Websurfen und Texte editieren scheint mir eher ungünstig. In Windows kann man Fenster zwar "nebeneinander anordnen", aber das ist etwas umständlich und unflexibel. GridVista von Acer ist dazu ein nettes Tool zum automatischen arrangieren der Fenster anhand eines vordefinierbaren "Grids". Leider ebenfalls unflexibel und noch nicht ganz ausgereift. Ähnliche ist GridMove. Siehe auch Tiling window manager in Wikipedia

Viele grafische Anwendungen wie etwa Google Earth sind wie gemacht für das Widescreen-Display, ziemlich eindrucksvoll.

Zum Vergleich - Abmessung der 14" 4:3 Versionen:

  • nc6220: 31,5*25,7*26 bei 2,13kg - also sehr kompakt und leicht
  • das nc6120 hat in der 14" Variante die gleichen Abmessungen wie der 15" Bruder: 328*267*30 bei 2,6kg - d.h. der Displayrahmen ist etwas breiter bei minimale Gewichtesersparniss

HP Service und Reparaturen

Nach ca. 7 Monaten gab die Display-Hintergrundbeleuchtung mit Knall und Qualm ihren Geist auf. Ein Anruf bei HP und der Laptop wurde von UPS abgeholt, LCD ausgetauscht und zurückgeschickt - alles innerhalb von 4 Tagen. Prima. Die Hoffnung auf ein vielleicht besseres Display mit mehr Helligkeit wurde nicht erfüllt. Allerdings konnte ich feststellen, dass das vormals auftretende Light-Leakage (durchleuchten der Hintergrundbeleuchtung bei dunklem Screen) reduziert wurde. Das lag offenbar an einem vorher unsauberen Einbau des Displays.

Nachtrag vom 29.11.06: Nach einigen Monaten ist mir aufgefallen, dass das neue Display deutlich schlechtere Winkeleingenschaften hat als das alte. Insbesondere bei Filmen mit dunklen Tönen läßt sich nur schwerlich etwas erkennen, wenn man die ideale Position vor dem Bildschirm verändert. Erlaubte das alte Display das Arbeiten unter Sonnenlicht durch eine gewisse "Transflektivität", kann man auf dem Austauschdisplay nichts mehr erkennen, wenn die Sonne ins Zimmer scheint.

Das Knarzen aus dem linken Scharnier ist weg, der Wabbeleffekt auch. Dafür ist das Spiel im Displayscharnier stärker geworden. Offenbar läßt sich das durch Feinjustage einstellen.

Das neue Display hat eine glattere und etwas härtere Oberfläche. Und die Hintergrundbeleuchtung ist jetzt sofort voll da und braucht nicht mehr 2-3 Gedenksekunden, um auf volle Helligkeit zu kommen.

Am merkwürdigsten ist aber, dass der Laptop nur noch knapp 3 Stunden Batterielaufzeit erreicht und sich möglicherwiese etwas mehr aufheizt. Ob das am Austauschdisplay, der Hintergrundbeleuchtung, an einem Mainboardfehler, am alternden Akku, an übereifrigen Windows-Background-Diensten oder am neuen BIOS (F.14) liegt, läßt sich allerdings nicht genau sagen.

Nachtrag vom 03.05.07: vermutlich hatte das Motherboard doch einen Schaden - jedenfalls gab es den Dienst im Februar komplett auf. HP tauschte das Board anstandslos, obwohl die 1-Jahres-Garantie bereits abgelaufen war. Diesmal wurde auch das Wackeln des Display behoben. Allerdings wurde die Tastatur wieder nicht richtig eingeaut und klappert im oberen rechten Bereich unerträglich. Anruf bei Support brachte schnellen Erfolg: Schieber zwischen ESC/F1, F4/F5, F8/F9 und F12/ENF kann man zur Tatstur bzw. Richtung Display unter die Wulst schieben. Ordenliches Drunterschieben brachte wieder volle Stabilität.

Mit dem neuen Mainboard stimmen die Stromverbrauchswerte wieder, d.h. im normalen Batteriebetrieb mit Office und Co. verbraucht das Notebook nur sparsame 12 bis 18 Watt (je nach Diplayeinstellung). Endlich habe ich nun auch niedrigere Temperaturwerte, das Notebook bleibt weitgehend unter 45 Grad und der Lüfter damit aus. Allerdings scheint der Akku nicht mehr die volle Kapazität zu haben. Die unter NHC angegebenen Kapazität ist 53 Wh statt der spezifizierten 69 Wh. "Battery Recalibration" (Voller Lade-/Entladezyklus) brachte dies auf 54 Wh. Bei der nächsten Leer-Nutzung "kalibrierte" sich dieser Wert auf schlappe 48,9 Wh.

Nun, ca. 3 Monate später kalibriert der Akku nur noch auf 34Wh. Endlich zeigt nun auch das HP Battery Check einen Fehler an und empfiehlt den Austausch - den ich wohl vornehmen muss.

September '07: Das Notebook geht zwar an, erreicht aber nicht mal das BIOS. Schließlich verabschiedet sich bei einem Bootversuch noch das Netzteil - es geht mal wieder zum Service, der sich dem Problem anstandslos annahm. Offenbar ein Defekt des WLAN Moduls. Leider wurde beim Zusamenbauen wieder geschludert, diesmal lässt sich die Tastatur auf der linken Seite runterdrücken, was beim Tippen natürlich sehr stört. Auch der Schieber zwischen F12 und Entf hält nicht mehr richtig. Vielleicht sind die Einraster durch das viele Auf und Zu abgenutzt?

Und leider stellt der HP-Service alles auf Werkseinstellungen - man sollte also 1-2 Tage einrechnen, um das Betriebssystem und die Treiber wieder auf aktuellen Stand zu bringen und alle Anwendungen zu installieren.

Testberichte

'Persönliche Werkzeuge