Feedback zu den Seminararbeiten 2007
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Client basierte Ortung im GSM-Netz
Wiki-Abgabe von Dan Kreiser, Frederic Losem und Christian Becker
pi 14:01, 19. Jul 2007 (CEST):
- Struktur: passt
- Ausgangslage: ja, aber doch etwas dünn (nur auf Coverage argumentiert). Entscheidend ist auch, dass gegenüber der bisherigen netzbasierten Ortung eine clientbasierte Ortung u.U. Ortungsgenauigkeiten auf Raumgranularität ermöglichen könnte. Und dass zudem weder Kosten anfallen noch Datenschutzprobleme entstehen.
- Übersicht über die Methoden: gut. Überschrift hierzu könnte etwas spezifischer sein. Die Klassifikation in Client- vs. Netz-basierte Ortung kommt nicht raus. Da es aber explizit im Titel steht würde ein Leser dies hier erwarten.
- "Eine Ortung ist mit diesem Verfahren mathematisch bis auf ca. 2,50 Meter genau" woher hommt diese Berechung? Man müsste dafür ganz korrekt Entropiegesetze anwenden, um zu errechnen, ob der Informationsgehalt der empfangenen Signale, bei gegebener Streuung, dieser Ortsgenauigkeit entspricht. Das ist sehr komplexe Mathematik.
- Ansätze zur Gewinnung der notwendigen Daten: hier vorzugsweise wieder minimal spezifischere Überschrift, z.B. "Signalstärkedaten"
- Was ist mit dem PlaceLab Phone Stumbler? siehe http://www.placelab.org/toolkit/doc/phonestumbler_howto/
- "die Daten die geliefert werden geben aber nur die niederwertigsten zwei Stellen an" sollte doch reichen, da das aus dem Kontext ersichtlich wird. Für einen Fringerprinting Algorithmus ist das vrstl. kein großes Problem, selbst wenn die höchsten Ziffern ignoriert werden.
- Nutzung der gewonnenen Daten: hier nach meinem Geschmack lieber wieder etwas konkretere Überschrift z.B. "Nutzung der Signalstärkedaten zur Positionsbestimmung"
- "Eine Ortung von einzelnen Räumen scheint aber möglich zu sein." hier würde man jetzt gerne Bezug zu Euren Messungen sehen, die diese Aussage etwas besser quantifizieren.
- "Trotz der zunehmenden Kapazitäten der aktuellen Handymodellen ist eine Navigation im Größenmaßstab von GPS-Endgeräten mit Kartenmaterial nicht zu leisten" also das ist diskussionsfähig. Apples iPhone kommt z.B. mit 4GB Standard auf den Markt. Die meisten anderen Modelle sind problemlos durch SD/MicroSD erweiterbar. 16GB SD Karten sind aktuell käuflich zu erwerben, MicroSD geht z.Zt. bis 4GB. Da passt einiges drauf.
- Praktische Probleme: ja. Offenbar sind hier geeignete - effiziente und robuste - Algorithmen gefragt.
- Tool: sehr schön das dies dabei entstanden ist. Super. Sollte noch ein Link rein, wo man sich das runterladen kann.
- Empirische Ergebnisse: folgen? Dann wohl auch eine Zusammenfassung der Ergebnisse/Ausblick?
Fremdortung mittels WLAN-Signalstarkemessung
PDF von Jan Hendrik Nielsen und Johannes Semmler
pi 11:35, 18. Jul 2007 (CEST):
- Kontakt (email) sollte auf Deckblatt, damit man Euch kontaktieren kann, am besten mich als Betreuer auch drauf
- klare Gliederung, Literaturverzechnis erscheint aber leider nicht obwohl vorhanden
- Einleitung
- Motivation: passt, (Anmerkung: "...allem die Genauigkeit des verwendeten Verfahrens zeigen bzw. steigern.")
- Insgesamt könnte hier noch die Aufgaben-/Problemstellung etwas präziser stehen (Kurzbeschreibugn zum Verfahren, Tests)
- Anwendungsgebiete
- "...in der uns umgebenen Welt..." etwas stelzig
- "...ein großer Vorteil..." gegenüber?
- Konjunktiv vermischt. Lieber alles Indikativ.
- Grundlagen
- Unterschied Promiscous/Monitor Modus? (kurze Erklärung wäre schön). Wichtig ist auch das faktische Problem der Betriebssysteme/Treiber/Chipsätze für die diese Modi überhaupt funktionieren.
- die Frequnezen sind eher nebensächlich in diesem Kontext, schön dagegen die Störeinflüsse. Allerdings verliert man etwas aus dem Auge warum das hier relevant ist - bisher wurde ja noch nichts über Signalstärkemessungen und Trilateration gesagt.
- Hard Software
- wieso diese Wahl? Problematik wird nicht ganz klar.
- wie wird das "periodische" Abfragen der Webseite zur Erzeugung von Traffic realisiert? Sendet ein eingebuchter Client sonst keine (ausreichende Menge) Packete?
- der Fonera zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man ihn unter OpenWRT betreiben kann und durch die Ausstattung mit Prism Chipsätzen die nötigen MadWifi Treiber laufen.
- Versuchsdurchfuhrungen
- spätestens hier wäre ein Überblicksdiagramm hübsch (das existierte ja in den Folien)
- Nummerierte Tests lieber Klartextbeschreibung was getestet wurde
- Test1: Finde es sehr bemerkenswert, dass man die Verengung des Flurs so hübsch in der Signalstärke sieht, das kann man also positiv formulieren. Dies zeigt sehr schön die Problematik der Umgebungsabhängigkeit.
- Test2: hier sind m.E. stochastisch doch monotone Signalstärkekurven gemessen. Geeignete Verfahren, die kontinuierlich messen und (Ihr messt ja an diskreten Stellen und bekommt damit vrstl. mehr Störprobleme) plausible Bewegungsmodelle zu Grunde legen, könnten hier also durchaus bessere Genauigkeiten, vielleicht um 3-4 Meter, erreichen.
- die Anomalie (Anstieg in der ansonsten monoton fallenden Kurve) bei ca 5m ist typisch und entsteht wohl durch Reflektion an Boden/Decke. Die Aussage der höheren Genauigkeit im Nahbereich ist also eher nicht haltbar.
- Test 3 ist doch etwas irritierend. Hier müssen wir noch mal nachdenken, woran das genau liegt. Insbesondere fehlen offenbar bessere Monitoring-Fubktionen, um die Fehlerursachen besser einschätzen zu können
- Fazit
- hier fehlen absolute Zahlenangaben. Ob man die kurzfristige Genauigkeit beim setzen von Referenzpunkten so interpretieren kann ist fraglich. Ich vermute das lag an der Nähe der Referenzpunkte zu den APs, in diesem Bereicht hat man naturgemäß besonders starke Schwankungen. Experimente in größeren Umgebungen und mit Roaming stehen noch aus (Ausblick darauf wäre hübsch).
Feedback von Thorsten R.:
- Allgemein
- Alle Bildunterschriften bringen keine Zusatzinfo ... evtl. umformulieren (z.B. Abb 3.2: MagicMap => das sieht man doch!)
- Überschriften zu generisch ... "Grundlagen", "Hard- und Software", "Client", ...
- Grundlagen
- 802.11b/g: "...dadurch überlagern sich die Funksignale ... und Datenkommunikation wird verringert oder sogar verhindert.": warauf wird diese Aussage gestützt? Erfahrungswerte?
- Hard- und Software
- es ist notwendig zusätzlichen traffic zwischen Client und AP zu erzeugen, da eine "einfache" Verbindung von Client zum AP allein kein Traffic verursacht.
- Aussagen zum fonera: "geringe Anschaffung und Größe" reichen m.E. als Kriterium nicht aus!
- Versuchsdurchführung
- Test1: Unklar was der PDA als Client da macht!? Wenn er nicht gerbraucht wird, dann soll er auch nicht aufgeführt werden!
- Test2: Ebenso.
- Test3: Es wird für den Leser nicht 100%ig klar, worin das Problem mit den RefPunkten steckt. Evtl. umformulieren und deutlicher das Problem schildern.
- Fazit
- "...ziemlicher Genauigkeit...": was bedeutet das?
- warum ist das "Setzen eines erneuten Referenzpunktes" ein Problem?
- wenn "Probleme behoben ... dann sind sehr hohe Genauigkeiten möglich": warauf wird diese Aussage gestützt?
Feedback von Andreas W.: "Ich habs mal kurz überflogen und die Probleme mit Kismet hatte Thorsten wohl auch. Ansonsten war der Aufbau im Erwin-Schrödinger-Zentrum vielleicht nicht ganz optimal. Ok sie wollten Praxistauglichkeit testen, aber dann hätten sie das vielleicht noch an ein paar oder wenigstens einer anderen Stelle testen sollen. Das ESZ ist mit seinen dicken Wänden wirklich nicht dafür geeignet. Und dann find ich auch so Äusserungen wie: "dass die Messwerte bei ca. 15, sowie 22 Meter in etwa gleich sind, was keine kleinere Genauigkeit als 8 Meter ermöglicht (in einem nicht gleichmaßigen Raum)" etwas zu allgemein. Das gilt ja nur für die Stelle, an der sie gemessen haben und nicht für alle ungleichmässigen Räume und auch nur, wenn man mit nur einem AP misst. Ausserdem steht da nirgendswo, wie sie die 5 APs beim zweiten Test aufgestellt haben. Und warum ist die Signalstärke in den Diagrammen positiv? Und beim dritten Test sind die APs und RPs (gebäudebedingt) zu sehr auf einer Linie angeordnet, da kann man keine guten Ergebnisse erwarten."
Experimentelle Richtungs- und Distanzbestimmung mit UHF RFID
UHF-RFID-Team-Seminararbeit von Andreas Blunk und Peer Hausding
pi 13:56, 19. Jul 2007 (CEST):
- Gute Titelwahl
- Struktur: einleuchtend. Wirkt sehr durchdacht und intensiv bearbeitet.
- Einleitung: knapp und klar
- Grundlagen: ja, passt
- Anwendungsideen: hm. Transplantierte Chips, ok. Etwas weit hergeholt aber visionär. Bei der 2. Idee mit der Druchfahrtserkennung würde man die Antennen wohl besser gegenüberliegend aufstellen. Prinzipiell machen die Beispiele hier aber gut klar, worauf es hinauslaufen soll.
- Hardware: Detailliert beschrieben mit umfangreiche Überlegungen zur Wahl des richtigen Modus. Sehr schön: Download der entwickelten Beispielprogramme. Codelistings zeigen, dass Ihr das wirklich umgesetzt habt.
- Versuchsaufbau: Die Idee mit dem Ball finde ich genial. Auch mit dem Trolley. Sehr schön durch Photos dokumentiert. die grafische Darstellung der Messungen gefällt mir auch. Ggf. findet man noch eine etwas bessere Möglichkeit, das räumlich adäquater darzustellen.
- Ausblick: denke das wirk nicht genau genug. Vermutlich ist auch Bewegung bei den Messungen hilfreich zur stochastischen Kompensation von Störeinflüssen, statische Anordnungen werden dagegen vermutlich nicht so gut funktionieren.
- Zusammenfassung: Ihr habt hier sehr präzise ein spezielles Thema durchgearbeitet und sehr wertvolle Resultate erreicht.
Bluetooth Stumbler - Auffinden aktivierter Bluetoothgeräte und Protokollieren derer RSSI-Werte
PDF von Rik Spirka, Emre Kutbay und Franziska Brosy
pi 13:34, 18. Jul 2007 (CEST):
- Deckblatt: schön (endlich mal vollständig), Kleinigkeit: "Seminararbeit" konkret daufschreiben
- Inhaltsverzeichnis: Struktur ist klar. Ich bevorzuge aber konkretere Überschriften, weniger generische. Dedizierter "Anhang" ist unnötig. Abbildungsverzeichnis bei einer Seminararbeit nicht nötig (m.E. erst sinnvoll ab >>50 Seiten).
- Einleitung: kurz und gut
- Szenario: schön und einleuchtend
- Ziel: gut herausgearbeitet. Warum genau soll das Pairing umgangen werden?
- Realisierungsansätze:
- Formatierung: Neue Seite ist bei einem Text dieser länge eher unüblich (eigentlich erst bei Büchern)
- "..Es existieren bereits Tools..." Auflistung wäre hier hilfreich, um das einschätzen zu können.
- "..führte zur Wahl des BlueZ Stacks.." wieso? Welche anderen Kandidaten gab es? Ok, kommt dann später, gut.
- Was ist mit dem PlaceLab Ansatz über BlueCove? siehe http://www.placelab.org/toolkit/doc/stumbler_howto/ und http://sourceforge.net/projects/bluecove/
- btscanner 2.1
- schade, dass der keine RSSI Werte brachte. Hier sollte man wohl noch mal nachhaken (z.B. Email an das Team).
- insgesamt schöne Problemlösung in einer unübersichtlichen Ausgangslage. Hier könnte ich in Zukunft aber wohl noch einiges an Umsetzungsalternativen ergeben.
- Messungen
- Format: Bilder sind leider nicht in Vektorformat, das ist unschön.
- Messungen sind gut dargestellt und erläutert
- Zusammenfassung: gut gemacht, vorsichtige aber dennoch konkrete Aussagen. Schön auch der Hinweis auf Ausblick
Personal Shopping Assistant
PDF von Aristea - Maria Zafeiropoulou und Mechmet Chiousemoglou
pi 12:52, 19. Jul 2007 (CEST):
- Deckblatt: Kontakt (email) fehlt, "Seminararbeit"
- Inhaltsverzeichnis:
- Struktur leuchtet nicht unmittelbar ein
- "Szenarios" -> "Szenarien" oder besser "Anwendungsszenarien"
- "Quelle:" -> "Quellenverzeichnis" oder "Quellen", "Literatur"
- "Kritik/Überlegungen" gefällt mir als Überschrif nicht so gut, lieber z.B. "Diskussion"
- Formatierung: Blocksatz ist bevorzugt
- Einleitung: gefällt mir, ist mal ein mehr "Journalistischer Stil"
- Personal Shopping Assistant: wesentlich ist auch das "Ruggedized" Gehäuse sowie die >8h Akkulaufzeit
- PSA für den Kunden: hier geht es offenbar um Personalisierung, könnte etwas präzieser heausgearbeitet sein. Auch die Frage der Prozesse - gibt der Shop die PSA am POI (Point of Sale) an die Kunden aus? Wie? Oder besitzt der Kunde ein persönliches Gerät? Wie erhält er dann Zugang zu den Daten?
- Self Checkout wird nicht richtig erklärt.
- Die Hinweise auf Transparenzgewinne durch Nutzung eines PSA sind sehr wichtig, hier nicht so gut ausgearbeitet. Tatsächlich begrüssen Anbieter diese Transparenzsteigerung trotz möglicherweise geringerer Gewinnspannen, da dadurch das Kaufverhalten positiv beeinflusst wird.
- PSA für Verkäufer
- lieber keine Konjunktive "könnte" etc. Auch lieber statt "kann" -> "wird", also definitiver formulieren. Dann idealerweise mit Verweis auf entsprechende Literaturstellen.
- Metro und Anywhere Display: Das sind wichtige Projekte, hier etwas Zusammenhanglos eingebaut.
- Technische Eigenschaften: ok, eine Liste. Wirkt kopiert. In diesem Detailgrad eher etwas für den Anhang. Interessant wären hier mehr Besonderheiten (Barcode/RFID/WideScreen/Smart Trolley Befestigung) im Zusammenhang mit den PSA Szenarien.
- Barrierefreiheit: das ist etwas weit gegriffen.
- Einsatz in Museen finde ich auch sehr vielversprechend, hier geht das aber sehr weit weg vom PSA Thema, ebenso die weiteren Szenarien (Logistik & "Dienst"). Letzteres ist besonders unpräzise.
- Kritik: finde ich alles berechtigt und interessant, hier wären einschlägige Referenzen toll, natürlich ist das aber ein schwieriges Thema
- PSA Barcode: "unvollkommen" nur bedingt. Da der Scanprozess wärend des Einkaufens stattfindet und dann durch erhebliche Zeitgewinne durch Self Checkout honoriert wird (neben anderen Diensten, die vielleicht hinzukommen) ist es insgesamt wohl schon praktischer als die bisherige Methode über Kasse/Bandtransport/umpacken. Und wegen der Ressentiments gegenüber RFID die z.Zt. wohl vielversprechendste Alternative.
- Zusammenfassung/Ergebnis fehlt leider
- Das im Seminar wichtige Thema der Ortung und dessen technischen Umsetzung auf den zur Verfügung gestellten PSA wurde nicht wirklich untersucht. Welche Probleme gab es?
- Was ist mit den Praxiserfahrungen: Wie ist die Programmierung des Gerätes? Wie gut ist die eingebaute WLAN Technik? Der Barcode Reader? Die mitgelieferte Software? Das SDK?
