MagicMap Anwender FAQs

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MagicMap FAQs - Fragen von und für Anwender

Thomas: Da wir zurzeit ein Proof of Concept zur Verortung in Lagerhallen machen, testen wir verschiedene Verortungs-Methoden. Unter anderem sind wir natürlich auch an der Verortung über WLAN Interessiert. Wir haben schon mit PlaceLab getestet, welches nicht unseren Erwartungen entsprach. Wir haben damit 3-4m erreicht benötigen aber eine Genauigkeit von 1-2 m. Da Sie in Ihrem SW-Vergleich auf der MagiMap Homepage angeben, dass bis zu ~1m Genauigkeit erreicht werden kann, sind wir sehr darin Interessiert, dies zu testen.

pibach: Bislang erreichen wir in unserm Gebäude rund 3m mittlere Abweichung. An einigen bestimmten Stellen, wo wir 4 gut auf einer Ebene verteilte Access Points gleichzeitig sehen, erreichen wir im Bereich zwischen den APs die circa 1m Genauigkeit. Voraussetzung ist, dass wir die Position der APs exakt eintragen und alle paar Meter einen Referenzpunkt setzen.


Thomas: Was sind die Vorteile von MagicMap gegenüber anderen Verfahren?

pibach: Die Stärke unseres Ansatzes ist die Ad-hoc Fähigkeit, mit der man auch ohne Kenntnisse der Infrastruktur, d.h. Position umgebender WLAN Access Points, über Kooperation und Austausch der Messdaten sehr schnell einigermassen akkurate Ortung erreicht. Mit MagicMap sind innerhalb von Minuten Ortungsgenauigkeiten um 5m in Büroumgebungen zu erreichen. Ekahau z.B. verlangt im Vergleich zu MagicMap eine genauere Einmessung und PlaceLab ist viel ungenauer, und Aeroscout/WhereNet brauchen eine kostenträchtige Infrastruktur. Wenn Ihre Halle einigermassen frei ist von Funkhindernissen, dann funktioniert MagicMap dort auch "ad-hoc". In Lagerhallen ist das Szenarion aber meist so, das die Infrastruktur präzise eingemessen wird. Unter Praxisbedingungen in Lagerhallen mit diversen Signalhindernissen sind dann Ortungsgenauigkeiten von rund 3m realisierbar.


Thomas: Wie können Paletten und andere Objekte geortet werden?

Pibach: Dafür braucht man robuste Transponder mit guter Batterielaufzeit. PDAs oder Laptops, für die unser System gedacht ist, sind dazu ungeeignet. Ekahau, Aeroscout oder Wherenet/Siemens bieten dafür Lösungen an. Im Moment haben wir leider keine batteriebetriebenen WLAN-Transponder für MagicMap.


Thomas: In unseren Lagerhallen werden ständig Waren umgelagert und es fahren Gabelstapler umher. Stört dies die Ortung?

pibach: Ja. Alle Funktortungsverfahren sind empfindlich bei beweglichen Hindernissen insbesondere stören metallische oder wasserhaltige Gegenstände. Ein Gabelstapler beispielsweise, der mit einer vollen Palette durch die Lagerhalle fährt, verändert die Signalausbreitung stark. Die Transponder könnten diese Dynamik aber wechselseitig messen, so dass die Ortung dennoch eine gewisse Genauigkeit erreicht.


Thomas: Sind Funkortungsverfahren mit besser als 1 m Genauigkeit verfügbar?

pibach: Wir haben einige Ortungsverfahren unter Hochgenaue Ortung gelistet. Diese basieren auf Laufzeitdifferenz-Trilateration, sind aber auch sehr kostenträchtig. Innerhalb von Gebäuden stört bei diesen Verfahren die Mehrpfade-Ausbreitung, denen man durch "Multipath Filtering" begegnet. Dies muss aber im Nanosekunden-Zeiträumen stattfinden, da Funkwellen in 1ns bereits 30cm zurücklegen. Praxistaugliche Verfahren dazu befinden sich noch im Forschungsstadium.


Florian: Wir haben Ortungs-Messungen in einem Rathaus gemacht und dabei nur rund 10m Genauigkeit erreicht. Woran kann das liegen?

pibach: Das könnte an der Rathauskontruktion ohne Innenwände in Verbindung mit dicken Außenwänden, hohen Decken und zusätzlich Säulen liegen. Durch Reflektionen und Abschattungen kann es dann passieren, dass weit voneinander entfernte Referenzpunkte recht ähnliche bzw. nah nebeneinander liegende Referenzpunkte recht unterschiedliche Signalcharakteristik aufweisen. Unter solchen Bedingungen funktioniert die Ortung natürlich nur schlecht.

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