Wirtschaftlichkeitsanalysen
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Seite zur Diplomarbeit von Gunther M. Koch.
Thema: Wirtschaftlichkeitsanalyse serviceorientierter Architekturen am Beispiel von Geschäftsprozessen in der Personalwirtschaft
Inhaltsverzeichnis |
Abstract
Serviceorientierte Architekturen (SOA) erlangen seit Jahren immer stärkere Bedeutung bzw. sind aus der Gestaltung zukünftiger IT-Strukturen nicht mehr wegzudenken. Doch gibt es eher wenige Arbeiten, die sich mit dem Nutzen einer SOA auseinandersetzen und dabei konkrete Zahlen präsentieren können. In dieser Arbeit soll dies anhand von zwei wichtigen Kennwerten geschehen, der Flexibilität und der Verfügbarkeit. Beide sind wichtige Kriterien für die Bewertung von Geschäftsprozessen. Gerade die Erhöhung der Flexibilität gilt als Grund für die Migration in eine Serviceorientierte Architektur. Beide Kennwerte stehen in einer wenig betrachteten Beziehung. So kann man die Verfügbarkeit von Prozessen über verschiedene Verfahren ermitteln, doch sind dabei häufig nicht alle Ereignisse, die zur Unterbrechung eines Prozess führen, betrachtet und insbesondere fehlt dabei ein Blick auf die Ressourcen, die aufgewendet werden müssen, um diesen Prozess wieder verfügbar zu machen. Dies gehört in den Untersuchungsbereich der Flexibilität. Darüber hinaus betrachtet die Flexibilität jede Änderung, die an einen Prozess durchgeführt werden muss, und den dadurch verursachten Aufwand. Somit sind diese beiden Werte wichtige Indikatoren für den positiven Effekt einer SOA-Migration. Dass durch eine höhere Verfügbarkeit eines Geschäftsprozess die Produktivität erhöht werden kann und die Flexibilitätserhöhung zur Einsparung von Ressourcen führten, wird mittels einer Wirtschaftlichkeitsanalyse überprüft. Hierzu werden die Verbesserungen der Verfügbarkeit und der Flexibilität in monetäre Werte übertragen und den Investitionskosten für die Migration gegenübergestellt. Die Investitionskosten werden über das Verfahren des Total Cost of Ownership erfasst, wobei nach dem Differenzkalkül nur die variierenden Zahlungen betrachtet werden.
Prozesse der Personalwirtschaft
Personabrechnungsprozess
Einstellung eines Mitarbeiters
Reiseabrechnungsprozess
mögliche Kennzahlen
| Kennzahl | Definition |
|---|---|
| Verfügbarkeit | ist die Fähigkeit eines Services seine regulären Fähigkeiten zu erfüllen. (DIN 40041) |
| Flexibilität | ist die Empfindlichkeit eines Systems für Änderungen Flexibility and Its Measurement.
Short-term flexibility, which is the ability to deviate temporarily from a standard way of working, and long-term flexibility, which is the ability to easily change the standard way of working. On the Notion of Flexibility in Business Processes [1]. 6, 2006. Eine weitere Art der Unterscheidung besteht in Betrachtung der Fähigkeit des Systems zum Umgang mit externen Änderungen (abarbeiten/bearbeiten neuer Aufgaben) und der Fähigkeit zum Umgang mit internen Änderungen Flexibility and Its Measurement. |
| Adaptivität | ist die Eigenschaft eines Systems, sich an eine veränderte Umweit bzw. neue Bedingungen und Anforderungen selbst anzupassen. (von Oliver Bendel, Stefanie Hauske im Buch E-Learning: Das Wörterbuch [2004]) |
Verfügbarkeit
Flexibilität
- Time to Modify Process
Wirtschaftlichkeitsanalyse
Wirtschaftlichkeit - bezeichnet das Verhältnis zwischen Ertrag und Aufwand. (Allgemeine Betriebswirtschaftslehre von Wolfgang Korndörfer)
Kostenanalyse
- Differenzkalkül
Total Cost of Ownership
Analyseablauf nach Okujava bzw. Gardner:
- Zielsetzung bestimmen - Das könnte in unserem Fall ein Streben nach Produktivitätserhöhung sein.
- Erhebungsvoraussetzungen schaffen - Die zu betrachtenden technischen Systeme sind festzulegen (mit gegebenenfalls vereinfachenden Annahmen), Datenquellen zu benennen und zur Verwendung stehenden Kalkulationsschemata vorzustellen.
- Instrumentarium festlegen - Dazu gehören der zeitliche Umfang, die finanziellen Bewertungsmodelle, sowie die Entscheidungsfaktoren(Wirtschaftlichkeit, Nutzwert).
- Analyse durchführen - Erst erfolgt eine Erfassung anhand Bestandsdaten oder Schätzung der Kosten. Ein anschließender Vergleich kann bei konkurrierenden Alternativen sinnvoll sein. Zum Schluß erfolgt die Bewertung der durchgeführten Analyse.
- Verbesserungen/Konzeption festlegen - Bei Alternativen können Techniken wie Szenarien, Simulationen oder Rentabilitätsbetrachtungen (Kosten-Nutzen-Betrachtungen) angewendet werden.
- Validierung durchführen - Erfolgt eher bei regelmäßigen Analysen, als Überprüfung bzw. Kontrolle.
Analyse des Nutzens
Literatur
Zur Flexibilität
Allgemein
| Titel | Autor | Jahr | Journal/ Buch | Inhalt/ Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Flexibilität im Geschäftsprozessmanagement-Kreislauf (Forschungsbericht) | Eicker, S.; Nagel, A.; Schuler, P. M. | Essen 2007 | ICB - Research Report | Bedeutung der Flexibilität
Definitionen (Nutzungsflexibilität, Änderungsflexibilität) |
| Flexibilitätsanalyse service-orientierter Architekturen zur Realisierung von Geschäftsprozessen | Guido Laures | Hamburg 2006 | Entwicklungsmethoden für Informationssysteme und deren Anwendung (EMISA) | Definition von Flexibilität eines Prozesses als Quotient von Wartbarkeit des Prozesses durch Aufwand der Umstellung des Prozesses.
Vergleich verschiedener SOA-Ansätze |
In Herstellungsprozessen
| Titel | Autor | Jahr | Journal/ Buch | Inhalt/ Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Evaluating IT Investments in Construction - Accounting for Strategic Flexibility | Martin A. Ekström and Hans C. Björnsson | 2003 | CIFE Technical Report #136 | |
| Efficient change management for the flexible production of the future | Stilian Stanev, Hardy Krappe, Hischam Abul Ola, Konstantinos Georgoulias, Nikolaos Papakostas, George Chryssolouris, Jivka Ovtcharova | 2008 | Journal of Manufacturing Technology Management | |
| Integration of flexible manufacturing and change management processes in a service-oriented architecture | Krappe, H., Stanev, S., Ovtcharova, J. | 2006 | Proceedings of the IEEE International Joint Conferences on Computer, Information, and Systems Sciences and Engineering |
Unter dem Gesichtspunkt des SOA-Controllings
| Titel | Autor | Jahr | Journal/ Buch | Inhalt/ Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Serviceorientiertes Prozesscontrolling —Unternehmensindividuelle Wirtschaftlichkeitsrechnungen zur Nutzung serviceorientierter Architekturen bei der Prozessgestaltung | Jan vom Brocke and Christian Sonnenberg | 2008 | Service-orientierte Architekturen: Chancen und Herausforderungen bei der Flexibilisierung und Integration von Unternehmensprozessen | Darstellung eines Verfahrens zu Berechnung von ROI durch Flexibilisierung anhand eines Demonstrationsunternehmens |
Wirtschaftlichkeitsanalysen
| Titel | Autor | Jahr | Journal/ Buch | Inhalt/ Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Methoden zur Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Unternehmensportalen | Shota Okujavaund und Ulrich Remus | 2005 | competence-site | Vorstellung einiger Verfahren zur Kosten-, Nutzen- und Risikoberechnung |
| Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informations- und Kommunikationssystemen | Johannes Antweiler | 1995 | ||
| Serviceoriented architecture: A practical guide to measuring return on investment | DiMare, J. | 2006 | ||
| Entwicklung und Evaluation eines Konzepts für die Umsetzung von EDI-Geschäftsprozessen in serviceorientierten Architekturen | Bassim Aziz Safi | Hannover 2008 | Masterarbeit, Universität Hannover | Vergleichbare Untersuchung für EDI-Geschäftsprozesse
leider ohne Soll-Architektur |
Links
Flexibilität
- Taxonomy of Flexibility in Business Processes
- How much is flexibility worth
- Flexibilitätsmanagement – eine systemtheoretisch-kybernetische Betrachtung
Wirtschaftlichkeitsanalyse
- Methoden zur Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Unternehmensportalen
- Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsanalyse von IT-Sicherheitsinvestitionen
Case Studies
Konferenzen
- Workshop "Bewertungsaspekte Serviceorientierter Architekturen" der GI Fachgruppe "Software-Messung und -Bewertung" BSOA'08
- 8. Internationale Tagung Wirtschaftsinformatik - eOrganisation: Service-, Prozess-, Market-Engineering
Schlagworte
- SOA-Controlling
- Service-orientiertes Prozesscontrolling
- Nutzenpotenziale
- Flexibilität
- Adaptivität
- Agilität
- SOA: Laut Definition des BITKOM handelt es sich bei einer SOA um ein Konzept, welches das Geschäft und die IT eines Unternehmens nach Diensten (Services) strukturiert. Diese sind modular aufgebaut und lassen sich zur Umsetzung von Geschäftsprozessen flexibel kombinieren. Die IT-spezifischen Bestandteile des Konzeptes werden durch eine IT- beziehungsweise System-Architektur umgesetzt, welche auf lose gekoppelten und technisch voneinander unabhängigen Services beruht, deren Interoperabilität auf offenen Standards basiert.
"SOA macht nicht alles neu
Eine Service-orientierte Architektur löst weder die Objektorientierung noch die komponentenorientierte Softwareentwicklung ab, sondern nutzt, ganz im Gegenteil, deren Konzepte. Man kann auch vereinfacht sagen, dass die Objektorientierung der Programmierung im Kleinen dient. Komponenten sind etwas grobkörnigere Softwarebausteine, die meistens, aber nicht zwangsläufig, objektorientiert realisiert werden. Services sind dann nur die Dienste, die Komponenten für ihre Nutzer so anbieten, dass die "Innereien" verborgen bleiben. Services basieren also auf Komponenten und stellen Schnittstellen für den Zugriff auf deren Methoden bereit. SOA ist damit nichts grundsätzlich Neues. Neu ist nur der offene Zugang über das Internet." Quelle: CM-Artikel
