X61t Erfahrungen
aus Nomads, der freien Wissensdatenbank
diese Seite beschreibt die Erfahrungen mit dem Lenovo Thinkpad x61 Tablet unter Windows Vista und Linux (Ubuntu 7.10 bzw. 8.04)
Specs
- SXGA+ Display (1400x1050), 3945abg, Samsung 250JI, 3GB Ram, 3945agb WLAN, Bluetooth, 8 Cell Akku
- Type: 7762 - 94G
- Produktionsdatum: 07/08 (August 2007)
Verarbeitung
- Wackeliger und weit rausstehender Akku. Wackeln lässt sich beheben, indem man einige Schichten Tesafilm über den gelben Aufkleber links und rechts über die schmale Stelle neben der Einklinkvertiefung klebt. Credits to Hanskarl.
- Akku Defect: Nach wenigen Monaten verlor der Akku deutlich an Kapaziät. Nach etwa einem Jahr dann Totalausfall, er erreicht nicht mal mehr die Mindestspannung, ein neuer Akku wurde gekauft. dies scheint häufig aufzutreten, siehe diesen Thread, in dem auch die Akku Rrückrufaktion diskutiert wird.
- Display Bezel Separation: Das Display-Bezel löste sich unten direkt vom Display. Dadurch gibt es ein schmatzendes Geräusch durch den Kleber beim aufklappen. Nach einigen Wochen geht das Geräusch weg, das Problem, dass sich Bezel und Display voneinander getrennt haben und beim Aufklappen ein Spalt dazwischen freigeben bleibt aber bestehen.
- Display Bezel Crampling: schon nach kurzer Zeit ergaben sich kleine Risse im Display-Bezel, die bis zum Abbröckeln von Verkleidungsteilen führten, siehe Thread dazu. Das Problem wurde anstandslos von Lenovo im Rahmen der Gewährleistung zügig repariert.
- die Stiftmine hatte etwas Spiel. Dadurch ergab sich beim Aufsetzen und Schreiben eine gewisse mechanische Verzögerung. Stift wurde vom Lenovo Support getauscht.
- bei diesem Stift fiel dann nach kurzer Zeit der Button ab (gebrochene Plastikklammer). Der Button aus dem alten Stift musste als als Ersatz herhalten, brach aber ebenfalls nach einiger Zeit. Mehr in diesem Thread. Auch beim 3. Tablet Stift brach recht schnell der Button heraus. Glücklicherweise hatte ich inzwischen einen Workaround per easystroke, so dass der Stiftbutton nicht mehr so wichtig war.
- die rückseitige Gummierung zeigt nach einigen Monaten Abrieberscheinungen.
- Klappern rechts der Wechselfestplatten-Abdeckung bei Druck
- Instabilität über dem PCMCIA-Schacht
- Geringe Biegestabilität und damit Flexing-Gefahr durch 2-Teilung des Keyboard-Bezels bei "Fn" und "Right Shift" (der Vorgänger x60t ist hier noch aus einem Stück und dadurch robuster).
- das Hauptscharnier des Displays ist durch eine Plastikabdeckung verkleidet, die etwas wackelig sitzt. Die Funktion des Scharniers ist davon nicht betroffen.
- Das Hauptscharnier hat eine Tendenz, leichtgängiger zu werden. Hier war nach ca 18 Monaten das Gelenk so wackelig, dass es im Laptop Modus einfach umfiel.
- die Verriegelung des Displays erfolgt durch einen Plastik-Schieber. Diese Mechanik erfüllt ihren Zweck wirkt aber haptisch und optisch nicht gerade elegant.
- der Gehäusebereich über dem PCMCIA Slot ist besonders gefährdet. Einerseits, weil dort ein Hohlraum ist. Andererseits, weil man dort das Gerät häufig kraftvoll anfasst, um es hochzuheben. Hier ist das Gehäuse nach ca 18 Monaten gebrochen. Der Riss ist zunächst kaum sichtbar, pflanzt sich dann aber schnell fort. Ein Dummy Adapter für den PCMCIA Slot ist hier als präventive Massnahme zu empfehlen
- Display defect: das Display bekam eines Tages ein Flackern (Streifen im unteren Drittel). Durch Druck auf das Bezel konnte man das Flackern "abstellen" - sehr merkwürdig. Dieser Fehler scheint aber häufiger aufzutreten (siehe Thread)
- Das Tablet hat auf einer der kurzen Seiten den Lüfter, auf der gegenüberliegenden Seiten den Netzstecker. Man kann es daher im Tabletbetrieb nur auf die Seite mit dem Netzkabel halten, wodurch dieses abknickt und nach einiger Nutzungszeit an der Knickstelle einreisst. Hier wäre ein gewinkelter L-Stecker nötig.
- Im September 2009 ging das Tablet dann mit diesen Defekten an den Support. Display, Bezel und Scharnier sowie abermals der Stylus wurden getauscht. Ein Tausch des angerissenen Netzkabels sowie des angebrochenen Palmrest wurde allerdings abgelehnt.
- Nach der Reparatur fiel mir auf, dass die Festplattenabdeckung an der Verschraubung angebrochen ist
- ebenso ist das gesamte Gehäuse ausgeleiert. So öffnen sich die Spalte links und rechts der Tasttatur beim Hochheben. Die Abdeckung über dem PCMCIA Cardslot ist augerissen. Bei Hochheben biegt sich das gesamte Gehäuse durch.
Im Übrigen ist das x61t gut verarbeitet.
Vista
I/O-Systeme
- Trackpoint: als Umsteiger von einem Touchpad hat man erstmal Umstellungsprobleme mit dem kleinen roten Knubbel. Zunächst war ich hier ziemlich enttäuscht. Viel hängt aber von den richtigen Einstellungen ab. Wichtig: hohe Empfindlichkeit einschalten. Beste Ergebnisse erreiche ich mit Trackpoint Empfindlichkeit auf 60%, Maus-Zeigergeschwindigkeit auf 100% und Beschleunigung aus oder Trackpoint Empfindlichkeit auf 100%, Maus-Zeigergeschwindigkeit auf 100% wenn Beschleunigung an. Ob der Trackpoint mit etwas Benutzung leichtgängiger wird oder ob man mit der Übung einfach besser damit umgehen lernt - faszinierend, wie präzise sich der Cursor schließlich steuern lässt. Bis man damit so effizient ist wie mit einem Touchpad, dauert es aber einige Tage. Den Knubbel bedient man am Besten mit dem Zeigefinger, dann kommt man mit dem Daumen genau an die 3 Tasten. Scrollen geht perfekt mit dem mittleren Button. Allerdings nicht in allen Anwendungen (OpenOffice geht zumindest mit dem Treiber 4.52 leider nicht, siehe auch Forum). Ich finde der "Dome"-Knubbelaufsatz erlaubt eine gefühlvollere und direktere Steuerung. Nach nunmehr etwa 2 Monaten Nutzung bin ich soweit, dass ich dies sogar einem (guten) Touchpad vorziehen würde.
- Bluetooth Maus dazu ist hilfreich. Allerdings kann man die Einstellungen für Maus und Trackpoint nicht separat machen. Die Maus ist ohne Beschleunigung aber etwas langsam. Gewöhnt man sich an den Trackpoint, kann man auf die Maus verzichten. Für navigationsintensive Anwendungen benutzt man sowieso dann den Stift im Tablet Mode.
- Tastatur: Gute Tastatur, aber alle Tasten sind 18,5mm statt 19mm (Standardgröße). Das ist gewöhnungsbedürftig, speziell für Leute mit großen Händen/dicken Fingern. Vertauschte Fn/Ctrl macht auch Gewöhnungsproblem, leider nicht durch Software umstellbar. Allerdings kann man die Caps Lock Taste als Control definieren, siehe hier.
- Sound: Der Lautsprecher hat einen guten Klang, befindet sich aber unter dem Gerät. Auf eine Tisch wird der Sound trotzdem erstaunlich gut reflektiert und ist klar und gut geeignet für Skype oder YouTube Videos - wennauch ohne echte Basse. Für Gruppen-präsentationen reicht es jedenfalls nicht. Auf dem Schoß wird der Sound etwas gedämpft, bleibt aber noch gut hörbar.
Trackpoint Mittelclick-Problem
Es gibt 3 mögliche Einstellungen für den Mittelclick:
- Normal: Mittelclick+Trackpoint wird zum Scrollen verwendet. Nachteil: leider kann man dann nicht mehr Mittelclicken, z.B. um im Browser Links in neuen Tabs zu öffnen oder Tabs zu schließen.
- Mausrad Emulation erlaubt dagegen das Mittelclicken, ist aber nicht besonders komfortabel in der Nutzung
- Die Scrollfunktion durch Zusatztools nachrüsten:
- Grab&Drag Erweiterung für Firefox z.B. durch mit der Einstellung "Emliere Ziehen der Bildlaufleiste". Vorteilhaft ist, dass sich damit in großen Seiten sehr viel schneller scrollen lässt. Auch dass sich der Mauszeiger gleichzeitig zum Scrollen etwas bewegt ist nach etwas Eingewöhnung durchuauß angenehm. Leider geht dieses Scrollen natürlich nur in Firefox.
- Anwendungsübergreifendes Scrollen mit speziellen Tools
Stromverbrauch
- Laufzeit: mit dem 8 Zellen Akku mit 68 Wh erreicht der x61t knapp 4 Stunden im moderaten "Office-Betrieb" mit WLAN und max. Helligkeit. Bei 50% Helligkeit, der Untergrenze mit der man im Dunkeln noch sinnvoll arbeiten kann, hält der x61t 4,5h durch. Wenn man alles ausreizt, also Wlan aus, Display auf niedrigster Helligkeit und Drosselung der CPU, lassen sich - theoretisch - maximal 6 Stunden erreichen. Die von Lenovo veranschlagten "up to 7h battery life" lassen sich nur ohne Last und bei ausgeschaltetem Display (zugeklappt oder am Projektor) erreichen. Unter Last genehmigt sich der x61t über 30 Watt und der Akku hält keine 3 Stunden. Der x61t verbraucht auch bei geringster Auslastung nicht unter 15-18 Watt. Angesichts eines Low Voltage Prozessors ohne dedizierte Grafik und einem 12" Display erfüllt das leider nicht meine Erwartungen (zum Vergleich: der 15,4" HP nx8220 verbraucht kaum mehr, siehe Erfahrungsbericht nx8220). Da Bildschirmbeleuchtung, Chipsatz und WLAN zusammen bereits 8 Watt im moderaten "Office Betrieb" verbrauchen, fragt man sich, ob sich in dieser Konfiguration eine Low Voltage CPU und der damit verbundene Performanceverzicht lohnt. Vermutlich werden die Möglichkeiten zum Strom sparen bei Vista bzw. beim Santa Rosa Chipsatz aber noch nicht ausgeschöpft. Speziell die schlechte Grafikleistung bei hohem Stromverbrauch deutet an, dass die Treiber für die integrierte Intel x3100 Chipsatzgrafik noch unausgereift sind. Auch das WLAN-Interface scheint ein gutes Watt zuviel zu konsumieren. Eine sparsamere und etwas lichtstärkere LED-Hintergrundbeleuchtung stünde dem x61t aber sicher gut zu Gesicht. Weitere Details zum Stromverbrauch des x61t. Überraschender Weise benötigt Linux auf diesem Notebook deutlich weniger Strom, siehe unten.
- Nachtrag: Ursache für den erhöhten Stromverbrauch unter Vista scheint der Vista Tablet Battery Drain Bug zu sein. User berichten von ca 30% besseren Akkulaufzeiten unter XP (habe ich nicht getestet), obwohl Vista und XP auf non-Tablets keine nennenswerten Laufzeitunterschiede erzielen, siehe Benchmark von Tomshardware .
- Lösung des Drain Bugs: nach langer Diskussion sind zum Ende dieses Threads endlich Lösungsansätze aufgetaucht. Neue Chipsatz + ACPI Treiber + RMclock können den Stromverbrauch reduzieren, allerdings nur geringfügig.
- Aufladen: dauert bei laufendem Gerät ca. 3,5 Stunden. Der HP läd mit "Fast Charge" etwa doppelt so schnell - ich hoffe aber der Akku des x61t lebt dafür länger.
- Undervolting: NHC unterstützt die Santa Rosa Plattform nicht
- Lüfter und Festplatte: bleiben ständig an - glücklicherweise beides erträglich leise. Im direkten Vergleich neben den kaum hörbaren HP nx8220 wirkt der x61t aber dann doch lärmig. Der x61t kennt 4 Lüfterstufen (0, 1=2, 3=4=5, 6=7) bläst aber immer mindesten auf Stufe 3=4=5, auch bei Prozessortemperaturen unter 40°. Mit TPFancontrol kriegt man den Lüfter etwas ruhiger.
- Nachtrag: Leider ist TPfancontrol etwas aufwändig zu starten und läuft nicht immer ganz stabil. Komischerweise gibt der Lüfter nun auch phasenweise im Bios-Mode Ruhe. Ob das an einem Bios-Firmware update lag oder am kühleren Wetter? Merkwürdig. Ähnliches wurde auch in diesem Forenbeitrag berichtet. :Nachtrag2: Inzwischen gibt es die Webseite tpfancontrol.com und ein stabiles Upate des Tools für Vista. Daneben ist eine 2. Tool-Alternative ist entstanden: PFControl.
- Hitzeentwicklung: Im Netzbetrieb und WLAN, bei gleichzeitigem Laden des Akkus wird er etwas warm. Das bemerkt man durch die Handballenauflage. Gute 40°können es unte Last auf der Handauflage werden - also noch in einem erträglichen Bereich. Zugeklappt (Tablet Mode oder geschlossen) scheint die Wärmeableitung schlechter zu funktionieren und der x61t erwärmt sich etwas stärker.
- Im Standby verbraucht das Gerät zu viel Akkustrom. Unter LAN Einstellungen im Grätemanager sollte man "wake on LAN" ausschalten. Trotzdem verliert der x61t etwa 0,5 Watt/Stunde. Erstaunlicherweise gilt das auch für den Hybernation Zustand (Suspend to Disk). Dies soll ein Vista-Problem auf den Thinkpads sein, dass aber hoffentlich behoben werden kann.
Nachtrag: Man muss offenbar zusätzlich "Wake on Lan" im BIOS ausschalten, damit die LAN Einheit wirklich depowert wird. Ob dann der leidige Standby-Stromverlust komplett behoben ist, muss ich aber noch testen.
Hier gabs dazu einen guten Tipp:
"Für alle deren Vista trotz zahlreicher Tips immer noch Akkuleistung im Hibernation Modus verbraucht: Vista Starten, in Suche "cmd" starten, und den Befehl "powercfg -devicequery wake_armed" eingeben, dieser gibt einem eine Auflistung aller Geräte die den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren können und somit Strom im Hibernate verbrauchen können. Bsp.: Modem, Audio Controller ... Die entsprechenden Geräte im Gerätemanager suchen und den Hacken (Das Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren) unter Energieverwaltung entfernen, und euer Thinkpad schläft tief und fest. Der Workaround mit abstecken des Netzteiles bevor man in den Hibernate geht funktioniert auch, ist jedoch nicht so komfortabel."
Bildschirm
- Display (Superview): durch den Digitizer-Layer etwas grieselig. Auflösung sehr gut. Erstklassige Ausleuchtung und klares Weiß. Blickwinkelabhängigkeit und Helligkeit zufriedenstellend, in dunklen Räumen reichen 80%, sonst braucht man immer 100%. Outdoor ungeeignet. Im Schatten geht es, aber schon bei indirekter Sonneneinstrahlung ist kaum noch etwas zu erkennen. Die Helligkeit ist vergleichbar der des HP, aber durch die Digitizer-Schicht, die glasharte Oberfläche und das schmutzanziehende Coating ist das Display empfindlicher gegen helle Umgebung und zeigt dann irritierende Spiegelungen. Mehr dazu in diesem Thread.
- Coating: die Beschichtung des Displays saugt förmlich Fett und Staub an. Man muß es daher regelmäßig sauberwischen. Trocken oder mit Wasser reicht nicht aus, eine fettlösende Reinigungsflüssigkeit ist erforderlich, ich benutze "Glasrein".
- Farben: Photos wirken auf dem Display schön farbstark. Schwaches Blau oder Grau bleiben aber trübe und sind kaum sichtbar. Das fällt besonders bei der Farbwahl einige Programme auf wie Thunderbird oder der Webseite von Open Office. Vermutlich eine Frage der Farbkalibrierung. Dieses ICC Profil für den x61t half bei mir aber dagegen nicht. Leichte Reduzierung der Helligkeit in der Intel GMA Treiber Farbanpassung half schließlich etwas. In der Standardeinstellung werden helle Farben sonst zu sehr von der Hintergrundbeleuchtung überstrahlt.
- Formfaktor: 12" bei 4:3 Seitenverhältnis ist ein ideales Format, der überstehende Akku ist dagegen ein gravierender Designfehler. Wäre toll, wenn der integriert wäre. Der bündig passende und 240g schwere 4 Cell Akku hat leider nur 2000 mAh (statt 4550 mAh und 595g) und versorgt den x61t etwa 100 Minuten.
- Auflösung: SXGA+ (1400x1050 Pixel) auf 12" ist extrem. Aber speziell im Tablet-Mode genießt man die feine Auflösung, da dann der Abstand zwischen Auge und Display etwa halbiert ist. Nah am Display fällt auch das Gegriesel des Digitizers kaum noch auf, ansonsten wechselt die Fokussierung der Augen gerne zwischen der Anzeigebene und der Grieselebene. Recht nah auf dem Schoß fühlt sich er x61t daher wohler als auf dem Tisch.
- Zoom: Vista erlaubt das stufenlose Zoomen des Desktops. Das funktioniert auch gut - simuliert praktische eine XGA Auflösung ohne Verlust durch Pixelinterpolation - zerstört aber den Platzgewinn der hohen Auflösung. Daher benutzt man lieber die Standardeinstellung. Die Schriftgröße kann man in einigen Anwendungen wie Word, Thunderbird oder Firefox durch "Ctrl-+" zoomen, aber leider geht das nicht für alle Fensterbereiche und nicht anwendungsübergreifend. In Firefox hilft die Erweiterungen "No Squint". "PageZoom" ist dagegen selten nützlich. Viele Webseiten sind auf eine feste Pixelbreite normiert und der Zoom hilft nicht viel bzw. zerstört das Layout. Hier fehlt eine Zoomfunktion wie bei IE7 oder besser wie beim Safari Browser auf dem iPhone, der auf Antippen spaltenweise zoomt. Insgesamt besteht noch starker Bedarf für bessere Softwareunterstützung solcher Auflösungen. Glücklicherweise sind die 1050 Pixel horizontale Auflösung im Portrait Mode ideal für die meisten Webseiten, so dass hierbei die Formatierungs-Probleme des Page-Zooms nicht weiter auffallen.
Software und Performance
- Thinkvantage: das meiste der vorinstallierte Thinkvantage Software habe ich nach Prüfung entsorgt - hier ist eine hilfreiche Liste, was man unter Vista sinnvoll nutzen kann. Benötigt werden nur spezielle Treiber (Trackpoint, Funktionstasten, Festplattenschutz). Netter Weise ist das im Update Center unter der Kategorie "kritisch" aufzufinden. Einen Performance- oder Laufzeitunterschied konnte ich dabei nicht feststellen.
- eine gute Liste zu Sinn und Unsinn der ThinkVantage Tools hat "t42" in diesem Posting
- Vista Tweaks: im Aero Design kann man die Menü- und Fenster-Animationen ausschalten, das bringt ein paar Prozent Akkulaufzeit. Ebenso braucht man nicht unbedingt die Indexierung oder die ressourcenfressende Sidebar. Auf verfügbare Updates sollte man nur hinweisen lassen, beim automatischen Download kommt es sonst zu überraschenden Performanceeinbrüchen.
Nachtrag: in diesem ausführlichen Benchmarkvergleich Vista vs. XP von tomshardware werden allerdings die Unterschiede zwischen den Windows Betriebssystemen bzw. der zusätzliche Mehrverbrauch durch diverse Dienste und 3D-GUI Spielereien als gering gemessen.
Nachtrag2: Genauerer Vergleich ergab, das Desktop Composition (Desktopgestaltung) sogar schneller läuft und weniger CPU Ressourcen verbraucht als die Vista bzw. XP Classic Ansicht. Dies liegt offenbar daran, dass der Aero-Composition-Treiber visuelle Aufgaben an die Grafikeinheit auslagert. Stromfresser sind offenbar nur Fenster-Animationen incl. Sichtbarkeit beim Verschieben. Ebenso das "Smooth Scrolling" (pixelweise) in Firefox (ähnliches gilt natürlich für IE7).
- SpeedyVista hat eine Liste mit allen Vista-Diensten und Beschreibungen, hilfreich ist auch die Vista-Dienste Konfigurationsanleitung von channelpartner.
- Benchmarks Thinkpad x61t (HP nx8220):
- 3DMark06: 441
- 3DMark03: 1322 mit original-Treiber (wie ausgeliefert) bzw 1489 mit dem neueren Intel-x3100-Treiber vom 02.09.07 (3172)
- PCMark05: 3374 bzw. 3461 mit dem neuen Intel-x3100-Treiber
- Crystalmark: 48454, HDD: 6493, GDI: 3330 (65156, HDD: 4871, GDI: 11571)
- SuperPi 2M: 1min16sec
- Testbericht-Werte in diesem Testbericht
- den Intel Grafik Treiber muss man manuell installieren
- die verbaute Samsung Spinpoint M5S (HM250JI) erreicht erstklassige Testergebnisse, siehe Tomshardware, hinsichtlich Stromverbrauch, Performance und Geräuschemission.
x61t als Tablet
- Digitizer/Stift: Sehr reales Schreibgefühl. Aber ein klein wenig verzögert. Ausschalten der Gesten in Vista bringt etwas Reaktionsgewinn, aber in vielen Anwendungen (z.B. MesagEase oder Fitaly) werden trotzdem schnelle Stiftbewegungen nicht zuverlässig erkannt. Zusammen mit unregelmäßigen Abweichungen der erfassten Position bis zu 3mm sowie der Parallaxe (Abstand zwischen Berührebene und Anzeigeebene) von 1-2mm, limitiert das den Nutzen der Stiftbedienung drastisch. Ich hoffe, dass Software zur genaueren Kalibrierung zukünftig eine Verbesserungen der Positionierung bringen wird. Auch die unzureichende Erkennung schneller Bewegungen ist wohl kein Hardware- sondern ein Software-Problem. Der neueste Treiber (5.03-3) von der Wacom Webseite brachte zwar Einstellmöglichkeiten für Druckempfindlichkeit, jedoch nichts zu dieser Positionierungsungenauigkeit. Dies scheint ein generelles Problem induktiver Stiftsysteme zu sein, siehe c't-Artikel und Tablet PC Forum.
Nachtrag: Durch Abschalten des "dynamischen Feedback" bei den Stiftoptionen wird die Performance erheblich verbessert! Ebenso hilft hier das Abschalten der ressourcenfressenden Vista-Dienste (Sidebar, Readyboost, Superfetch, Offline Ordner, Indexierung...). Zum "Pen Lag" siehe diesen Thread auf TabletPCreview.
- Tablet Mode: Leider kann man im Tablet Mode nur mit Ablegen des Thinkpads auf dem angewinkelten rechten Bein ergonomisch arbeiten. Auf dem Tisch liegt es etwas zu flach und mit einer Hand kann man es wegen des recht hohen Gewichtes nicht lange angekippt halten. Ich nutze es daher auch in Landscape aufgeklappt, so dass man es nicht ständig festhalten muss.
- Wichtiger Tipp: der "Landscape-Tablet-Mode" erlaubt auch das schnelle Swiveln (Wechsel von Tablet Mode in Laptop Mode bzw. andersrum). Und zwar ist es viel schneller, das Gerät mit der linken Hand links am Bildschirm festzuhalten und mit der rechten den Body anzuheben und zu drehen (um mit dem Stift zu arbeiten bzw., um wieder zu Tippen). Geschwindigkeitsvergleich ergab ca. 2s für dieses Swiveln gegenüber ca 12s für normales Swiveln! Diese Arbeitsweise hat zahlreiche Vorteile:
- das Rotieren des Bildschirms entfällt. Das spart zunächst unmittelbar die 3s Verzögerung für die Umstellung des Bildschirmtreibers. Aber auch alle Bildschirminhalte und Aufteilungen bleiben gleich (ansonsten muss man oft erst einige Fenster wieder an das geänderte Format anpassen). Ausserdem behält man den Bildschirm über den gesamten Swivel-Vorgang im Auge, das ist entspannter.
- man kann das Display in einen gewünschten Winkel stellen - auch ohne Festhalten des Displays
- angekippt sorgt der rausstehende Akku für einen ergonomischen Abstand zur Auflagefläche (soll heißen: auf dem Bauch, wenn man das x61t z.B. auf der Couch benutzt). Auch die Gewichstverteilung - schwerere Akku-Seite unten - ist so ideal für das Handling
- weder Lüfter (links) noch AC-Kabel (rechts) sind hierbei im Weg (siehe nachfolgend)
- ich selber bin erst nach längerer Zeit auf diesen überaus wichtigen Trick zum effektiven Arbeiten mit dem Tablet gekommen, daher hier herausgestellt betont
- Portrait Mode: da stört das Stromkabel auf der rechten Seite und ist schlecht mit Links zu halten, da Akku gegenüberliegend. Andersrum ist auch schlecht, da dann der Lüfter abgedeckt wird. Nachtrag: Dank TP_FanControl bleibt der Lüfter im Akkubetrieb weitgehend aus und man kann die Akku-links-Ausrichtung benutzen. Dann ist die Gewichtsverteilung angenehmer und man kommt auch besser an die Bezel-Buttons mit der linken Hand (Praktisch für Ctrl-Click und Shift-Click, sowie zum Scrollen in Anwendungen, die das sonst nicht unterstützen, z.B. Datei-Manager oder Open Office). Bei angeschlossenem Stromkabel kann man den Akku auch rausnehmen, was das Handling "erleichtert".
- Vista Handschrifterkennung: funktioniert verblüffend gut, nach etwas Eingewöhnung ist man per Handschrift fast so schnell wie mit der Tastatur (bei Fließtext). Vorteile ergeben sich, da man Navigation und Eingabe ohne verzögernden Wechsel mit dem selben Medium, dem Stift, durchführt und häufige Aktionen komfortabel durch Gesten und Flicks auslösen kann. Daher erscheinen mir Tablets prinzipiell auch zu Textverarbeitung gut geeignet, aber noch ist die Software hierzu unausgereift. Insbesondere ist der Wechsel zwischen Navigation, Eingabe (durch TIP), Korrektur, Gestenunterstützung, Umschaltung Einzelzeichen-Modus, DE/EN und Soft-Keyboard sowie die Integration alternativer Soft-Keyboards wie Fitaly (siehe hierzu auch Texteingabe auf Touchscreens) unzureichend .
- wichtige Tablet-Erweiterungen für Firefox: Gesso, Grab&Drag, QuickDrag und Mouse Gestures (heiß nun FireGestures seit FF3.0). Damit macht Web-Surfen im Tablet-Mode richtig Spaß.
Fazit: Aufgrund der Positionierungsfehler bei der Stiftkalibrierung, der unzureichenden Unterstützung durch das Betriebssystem und wegen des hohen Gewichts mit dem herausstehenden 8-Cell-Akku benutzt man den Tablet Mode seltener, als es dem Potenzial dieser Bedienungsalternative entspräche.
Steuerung über Stiftgesten
Da ich nach einiger Zeit merkte, dass ich den Tablet-Mode nur noch zum Webbrowsen benutzt habe, hab ich mich noch mal etwas unmgeschaut. Wesentlich besser geht es mit:
- StrokeIt
- zur Vista Kompatibilität entweder sichtbare Spur oder Aero Design abstellen, siehe hier
- dazu alle Maus Tools aus Firefox etc rauswerfen
- stattdessen die Strokes in StrokeIt definieren
- open in new Tab durch Superdragandgo
- Wurde für Firefox 3.0 durch QuickDrag ersetzt.
- als Eingabemethode empfiehlt sich InScribe
- dazu muss man das Layout etwas umarbeiten (ich favorisiere Fitaly Layout)
- da das keinen Control-Key kann, muss man für die wichtigen Controls Gesten definieren (C,V,X,W,etc)
- eine Launcher-Geste für die Texteingabe definieren (leider klappt es bei mir nicht InScribe per Geste zu launchen)
- unbedingt alle "dynamischen Feedbacks" sowie die Vista-Flicks-Gesten bei den Stifteinstellungen ausschalten, sonst ist der zu langsam. Ebenfalls "lernen für individuelle Schriftverbesserung" abschalten, das macht alles träge - und ich konnte demgegenüber keine Verbesserung der Erkennung feststellen.
StrokeIt Gesten
- Nächstes Fenster in der Taskbar: [ALT_DOWN][ESCAPE][ALT_UP][ENTER], Vorheriges Fentser: [ALT_DOWN][SHIFT_DOWN][ESCAPE][SHIFT_UP][ALT_UP][ENTER]
- StrokeIt an/aus: SendMessage.exe -C StrokeIt -N StrokeIt 1029 1 516 1 517
- Alternative dazu im Handbuch: "...You can also force ritePen to start in (or switch to) pen OFF or ON mode by specifying the command line key "/0" or "/1" after the name of its executable (e.g. "ritePen.exe /0" to switch off the pen mode). This method of switching ritePen mode can be used even if ritePen is already running."
Weitere nützliche Tablet-Tools
- Microsoft Ink Desktop - leider kann man damit nur auf dem Desktop schreiben, viel nützlicher wäre das aber in Anwendungen für Präsentationen.
- Das geht allerdings perfect mit dem Freeware Tool ZoomIt
- Right Flick um Ctrl-Click erzeugen zu können. Allerdings Konflikt mit StrokeIt.
- switcher - Fensterumschalter mit Preview
- miniMizer - Fenster-Vorschau auf den Desktop
Anwendungen
- siehe mobilepcwiki
- PDF-XChange Viewer
Linux (Ubuntu 7.10, 8.04 und 8.10)
Abweichungen zwischen Gutsy und Hardy bzw. Intrepid sind gekennzeichnet.
Installation ohne CD
- Ubuntu Installation über unetbootin direkt aus dem Internet, kein CD Laufwerk nötig.
- der Desktop kann dabei frei gewählt werden (Ubuntu Gnome, Kubunto KDE, Xubuntu XFCE, ...)
- Installationsanleitung dazu
- falls die Bootauswahl zu kurz erscheint ist das Delay zu klein eingestellt, das lässt sich in Vista unter <System/erweiterte Systemeinstellungen/Starten und Wiederherstellen> ändern.
- bei mir ließ sich die Vista-Partition nicht verkleinern. Man muss zunächst die Auslagerungsdatei disablen und neustarten
- ging dann leider immer noch nicht, Fehler: Installation friert mit Partitionieren 0% Fortschritt... ein
- Auch unter Vista ließ sich die Vista Partition nicht verkleinern (unter Computerverwaltung/Datenträgerverwaltung). Fehler: "Auf mindestens einem Datenträger steht nicht genügend Speicher zur Verfügung"
- hier hab ich dann den Grund gefunden: wintotal
- Datenträgerbereinigung ausgeführt (unter <Systemsteuerung/Leistungsinformationen>)
- Defragmentiert (Eingabe <defrag -c -v> im DOS Fenster, "als Administrator ausführen"). Diese Defragmentierung dauert...
- bringt aber alles nichts. Erst als ich die neue Partitionsgröße mit lediglich 5MB gewählt habe, konnte ich eine neue Partition anlegen (habe das mit dem mitgelieferten Partitionierer in Vista gemacht).
- dann läuft die unetbootin Installation problemlos. Es werden lediglich ein paar selbsterklärende Infos abgefragt und das System über DSL runtergeladen (über EthernetKabel anschließen, WLAN kann er nicht konfigurieren)
- etwa nach einer Stunde ist Ubuntu drauf und begrüßt einen mit dem Gnome Desktop, insgesamt eine sehr komfortable Möglichkeit der Installation
Mit Ubuntu Hardy kommt die vereinfachte Installation über Wubi. Zur Installation siehe auch diesen Think-Wiki Beitrag.
Erster Eindruck
- erste Überraschung: SXGA+ Auflösung klappt (incl. erstklassiger Kantenglättung), ebenso die Hotkeys und die Onscreen Anzeige für die Helligkeit oder den Sound - alles ohne irgendwelche Konfiguration und sogar hübscher als unter Vista
- Die Auflösung wird korrekt als 145 DPI erkannt. So sind Schriften allerdings zu groß, dazu nachfolgend mehr
- das Windows Dateisystem ist transparent eingebunden (unter media/sda2), auch hier kein Problem
- Desktop ist sehr nüchtern ohne große Effekte. Die ließen sich erstmal auch nicht aktivieren (Aktivierung siehe nachfolgend)
Stift Konfiguration
- Stift funktioniert zunächst nicht out-of-the box. Man muss dazu die 3 entsprechend auskommentierten Zeilen in der Datei /etc/X11/xorg.conf aktivieren:
Section "ServerLayout" Identifier "Default Layout" Screen "Default Screen" # Uncomment if you have a wacom tablet (in Ubuntu Hardy manuell hinzufügen) InputDevice "stylus" "SendCoreEvents" InputDevice "cursor" "SendCoreEvents" InputDevice "eraser" "SendCoreEvents" # InputDevice "Synaptics Touchpad" #kein Touchpad? Dann auskommentieren InputDevice "Configured Mouse" #hinzugefügt für Trackpoint EndSection
- bei Ubuntu Hardy bzw. Intrepid hat man die Wacom-Zeilen nicht, diese muss man manuell nachtragen, siehe hier
Editieren der xorg.conf
- Die xorg.conf mit Administratorrechten editieren durch Terminalbefehl: sudo gedit /etc/X11/xorg.conf (Ubuntu) bzw. sudo mousepad /etc/X11/xorg.conf (Xubuntu). Xubuntu nutzt mousepad statt gedit. Letzlich ist es aber egal welchen Editor man benutzt. Gedit kann Syntax Highlighting. Mousepad benötigt wohl etwas weniger RAM. Wer untere Xubuntu gedit benutzen möchte, muss diesen Editor vorher installieren: sudo apt-get install gedit
- Nach dem Speichern der xorg.conf anschließend die X-Oberfläche neu starten, das geht durch CTRL-ALT-BCKSP, dann funktioniert der Stift
Trackpoint
- der Trackpoint funktioniert, Geschwindigkeit und Beschleunigung lassen sich komfortabel grafisch unter Mauseinstellungen konfigurieren, allerdings reicht für meinen Geschmack die Empfindlichkeitseinstellung nicht aus (sie ist auch etwas unintuitiv auf "gering" zu stellen - was aber prinzipiell logisch ist). Dadurch bleibt der "walking through peanutbutter-Effekt". Um den Empfindlichkeitsbereich weiter hochzusetzen (auf 250 von 255) muss man in einem Terminal eingeben (root Rechte erforderlich):
echo -n 250 > /sys/devices/platform/i8042/serio1/sensitivity
- zur Steigerung der Geschwindigkeit (hier auf 250 von 255):
echo -n 250 > /sys/devices/platform/i8042/serio1/speed
- um root Rechte zu erhalten:
sudo su
- um dies bei jedem Start zu kriegen, muss man das Echo Kommando in das Statscript /etc/rc.local eintragen
- zum testen ob dies sauber läuft oder Fehler erzeugt kann man dies per sh starten (startet den Shell Script Interpreter):
sh /etc/rc.local
- Auch scrollen mit der mittlere Taste geht erstmal nicht. Hier muss man entsprechende Einträge in der Konfigurationsdatei /etc/X11/xorg.conf machen:
Section "InputDevice" Identifier "Configured Mouse" Driver "mouse" Option "CorePointer" Option "Device" "/dev/input/mice" Option "Protocol" "ImPS/2" Option "ZAxisMapping" "4 5" Option "Emulate3Buttons" "true" Option "Emulate3TimeOut" "50" Option "EmulateWheel" "true" Option "EmulateWheelTimeOut" "200" Option "EmulateWheelButton" "2" Option "YAxisMapping" "4 5" Option "XAxisMapping" "6 7" EndSection
- Näheres ist in dieser Anleitungen gut beschrieben. Das Scrollen per mittlerer Taste funktioniert schließlich sogar empfindlicher als unter Windows (da muss man den Trackpoint stärker drücken). Scrollen geht auch in Open Office (wie zu erwarten, aber unter Windows geht das nicht!). Und es funktioniert auch einwandfrei 2D. Sehr schön. Zudem funktioniert auch gleichzeitig der mittlere Kopf, z.B. um Links in neuen Seiten in Firefox zu öffnen.
- in Ubuntu Intrepid Ibex wird er neue evdev Treiber verwendet, damit geht kein Mittelclick Scroll. Um die bisherigen Treiber zu benutzen folgendes in der xorg.conf hinzufügen:
Section "ServerFlags"
Option "AutoAddDevices" "false"
EndSection
Besser ist aber die neue Methode:
Ubuntu Intrepid (8.10) switches to evdev for X server input, which has the unfortunate side effect of breaking old EmulateWheel configurations. So scrolling using the middle button + TrackPoint (which I absolutely love) was broken for a while. However, the version of evdev in Intrepid has now caught up and supports these features. Instead of modifying your xorg.conf, create a new file called /etc/hal/fdi/policy/mouse-wheel.fdi with the following contents:
<match key="info.product" string="TPPS/2 IBM TrackPoint"> <merge key="input.x11_options.EmulateWheel" type="string">true</merge> <merge key="input.x11_options.EmulateWheelButton" type="string">2</merge> <merge key="input.x11_options.XAxisMapping" type="string">6 7</merge> <merge key="input.x11_options.YAxisMapping" type="string">4 5</merge> <merge key="input.x11_options.ZAxisMapping" type="string">4 5</merge> <merge key="input.x11_options.Emulate3Buttons" type="string">true</merge> </match>
Same instructions apply for Ubuntu Jaunty (9.04).
<zum Einstellen der Sensitivity und Speed des Trackpoints:
Datei /etc/udev/rules.d/10-trackpoint.rules erstellen mit
SUBSYSTEM=="serio", DRIVERS=="psmouse", ATTR{press_to_select}="0", ATTR{sensitivity}="250", ATTR{speed}="250"
Die Einstellungen übernehmen mit
sudo udevadm test /sys/devices/platform/i8042/serio1
Trackpoint/Stift und Scrollen mit Firefox
- Allerdings geht Firefox standardmäßig vor/zurück statt horizontal zu scrollen. Um das horizontale Scrollen zu aktivieren in about:config eintragen:
mousewheel.horizscroll.withnokey.action = 0; mousewheel.horizscroll.withnokey.numlines = 1;
- Leider hat der Trackpoint ein Ruckelproblem. Während man über den Stift völlig glatt scrollen kann, sind dies mit dem Trackpoint immer vorgegebene Intervalle, etwa 3 Zeilen. Das liegt offenbar daran, weil das Mausrad emuliert wird. Leider verspringt damit immer der Lesefokus beim Scrollen.
- das gleiche gilt für Scrollen über die Scrolleiste. Die wird offenbar ebenfalls über das Mausrademulation erzeugt. Unschön
- allerdings funktioniert kurzer Mittelclick und dann Scrollen, das ist wiederum smooth. Prinzipiell sollte es also gehen. Wie?
- Ein Gegenvergleich mit Vista zeigt: dort ruckelt es auch, allerdings ist die Schrittweite etwas kleiner.
- Man kann die Systemschrittweite für das Scrollen in Firefox auch explizit überschreiben. Hierzu in der about:config den Wert mousewheel.withnokey.sysnumlines auf false setzen und mousewheel.withnokey.numlines den gewünschten Wert einstellen. Mit 1 Zeile Vorschub ist das Scrollen viel weicher als bei 3 zeiligem Vorschub. Allerdings kann diese Einstellung in der Kombination mit Full Page Zoom (neu in Firefox 3.0) auf komplexen Seiten mit vielen Bildern zu erheblichen Scroll-Performanceproblemen führen wegen eines Scroll-Event-Buffer-Overflows, siehe diesen Thread. Besser ist es daher z.B. das Firefox-Plugin "Yet another Smooth Scrolling" zu benutzen, bei dem man sehr schön die gewünschte Glättung und Beschleunigung einstellen kann. Hierdurch kommt es nicht so leicht zu dem Scroll-Event-Buffer-Overflow.
- Wenn man sehr genau hinschaut, sieht man den Pixelaufbau beim Scrollen. Hier ist Xubuntu etwas schneller als Vista und dadurch zum Lesen von Webseiten angenehmer
Scrolling mit Compiz
- leider ist das Scrolling mit aktiviertem Compositing (XFCE hat integrierten Compositor, ansonsten Compiz Fusion) langsamer beim Scrollen, was vermutlich an Schwächen des Font Rendering im Zusammenspiel mit der EXA acceleration liegt. Speziell mit der XGL-Schnittstelle die Compiz Fusion benutzt wird es störend träge. Hier ist eine komplexe Beispielseite (mit Grafiken und Flash Videos), an der man die Problematik testen kann. Und hier ein Thread, der das Problem genau diskutiert.
- Auf dieser Seite gibt es eine Scroll Performance Test. Ergebnisse mit Firefox 3.0.1:
- identische Zeiten mit XFCE, LXDE oder Gnome als Desktop Umgebung. Fenstermanager Xfwm4 ohne Compositing: 1450 ms, incl. Compositiing: 1900ms, Metacity: 1450 ms, Metacity mit Compositing: 1900ms, Compiz/Emerald: 2300 ms, Compiz/GTK: 2300.
In der /etc/X11/xorg.conf AIGLX aktivieren:
Section "ServerLayout" ... Option "AIGLX" "true"
Danach ist der Scrolltest mit Compiz etwas schneller: 2050ms.
- Ändert man die Auflösung ändern sich auch die Scrollzeiten, die scheinen unter Compiz etwa proportional zur Anzahl der Pixel zu sein: Compiz+AIGLX@1024x768= 1090 ms.
- Aber nicht bei anderen Fenstermanagern, Xfwm4@1024x768 erreicht 1000-1500ms (stark schwankend).
- Ändert man den Zoom-Faktor bricht die Scrollzeit ein, +1 Zoomstufe, Xfwm4: 3500ms
- Nochmal zurück zu den Compiz Einstellungen. Auf der Compiz Seite werden einige Parameter empfohlen, der entsprechende Aufruf:
LIBGL_ALWAYS_INDIRECT=1 INTEL_BATCH=1 compiz --replace --indirect-rendering --sm-disable ccp &
bringt beim scrollen offenbar geringe Vorteile: 1950ms
- mit XAA Statt EXA ist das Scrollen etwas schneller: 1220ms (ohne Compositing)
- zum Vergleich: HP nx8220 (ATI x600), Window Manager: Openbox: 1280ms , Metacity: 1250ms, Xfwm4: (startet unter LXDE nicht), Compiz: 2500ms
Stift Buttons Tauschen
- Stift Buttons sind im Default vertauscht. Button als Rechtsclick und Eraser als Middleclick umdefinieren:
Section "InputDevice"
Driver "wacom"
Identifier "stylus"
Option "Device" "/dev/ttyS0"
Option "Type" "stylus"
Option "ForceDevice" "ISDV4" # Tablet PC ONLY
Option "Button2" "3"
EndSection
Section "InputDevice"
Driver "wacom"
Identifier "eraser"
Option "Device" "/dev/ttyS0"
Option "Type" "eraser"
Option "ForceDevice" "ISDV4" # Tablet PC ONLY
Option "Button3" "2"
EndSection
- Mittelclick als Pen Button hat aber auch Vorteile, z.B. Link in Tab öffnen sowie einfaches Markieren und - per Mittelclick - Kopieren
Schriften Einstellen
- Die Darstellung in Firefox sieht noch etwas ungewohnt aus, man kann die Ubuntu Theme Erweiterung installieren, die Darstellung verbessern und Microsoft Fonts Installieren, gute Anleitung ist auch diese. Aber anschließend sieht es immer noch genauso "ungewohnt" aus. Näheres Hinsehen offenbart, dass es wohl an dem speziellen Rendering liegt, das macht Schrift etwas klarer und kontrastreicher, aber verwackelt etwas die Buchstabenabstände. Nach kurzer Recherche wurde mir klar, dass das wohl von der x-Oberfläche stammt. Und siehe da, man kann das Hinting unter System/Erscheinungsbild/Schriftdarstellung ganz präzise nach dem persönlichen Geschmack konfigurieren - beeindruckend, dass Ubuntu das kann. Nachdem man das weiß und man sich nicht mehr wundert, ist die starke Subpixel-Kantenglättung eher begrüßenswert.
- Ich bin noch mal zu Vista und wieder zu Ubuntu gewechselt, um das direkt zu vergleichen. Tatsächlich macht Vista auch ein sehr gutes Subpixel Rendering. Verwendet aber in der Grundeinstellung etwas andere Schriftarten. Das lässt sich natürlich leicht übernehmen.
- offenbar liegt es auch an der DPI Einstellung. Setzt man die auf 96 DPI, werden die Schriften wie in Windows dargestellt. Dazu in ~/.config/xfce4/Xft.xrdb eintragen (mehr dazu hier):
Xft.dpi: 96
- Die Datei Xft.xrdb existiert nicht immer, falls man sie selbst erstellt scheint dies keine Auswirkung zu haben.
- seit XFCE 4.4.2 kann man die DPI auch unter "Einstellungen der Benutzerschnittstelle" per GUI ändern. Ebenso geht das unter Gnome.
- die Standard Schriftgröße kann man zum Ausgleich von 9 auf 10 oder 11 Punkte setzen
- oder alternativ einen anderen Browser benutzen, der dieses Problem nicht hat. Ich empfehle Epiphany, der integriert sich gut in Xubuntu, ist extrem schnell und hat die gleiche Gecko Rendering-Engine wie Firefox. In der Bedienung sind kaum Unterschiede. Auch Plugins werden unterstützt und können komfortanbel durch das .deb Packetmanagement installiert werden. Weiter Epiphany Plugins findet man hier. Die Schrift wird automatisch passend skaliert, ohne explizite DPI Einstellung.
- Nachtrag: der Grund für die etwas andere Darstellung von Fonts in Firefox liegt hierin
Weitere Beobachtungen
- Gesten: Das Mouse Gestures Plugin funktioniert natürlich auch unter Linux ist aber nicht ganz so zuverlässig wie StrokeIt. Auch Epiphany bietet ein Gesten-Plugin.
- Nachtrag: Firefox ignoriert offenbar die System DPI. Man kann die DPI in about:config setzen, also layout.css.dpi auf 96
- Video und Ton funktioniert direkt. Das Micro muss man aber erst im Alsa Mixer auf das interne umstellen.
- der integrierte Synaptics Pakete Manager ist genial. Einfach gewünschte Anwendungen anklicken, "anwenden" und schwupps sind sie installiert. Genauso einfach kann man Installationspakete (.deb) im Webbrowser durch anclicken installieren. Ein Reboot - wie unter Windows - ist dabei nicht nötig
- das gesamte Look-and-Feel ist wohltuend konsistent, so kriegt man gleich Vertrauen in das System
- Beispielsweise werden Buttons in Dialogboxen nicht mehr nur mit Ja/Nein gekennzeichnet, sondern mit der Aktion, die sie auslösen. Das erleichtert die Bedienung erheblich.
- endlich nur noch Harddisk Aktivität, wenn man diese auch erwartet.
- Out-of-the-box ist der Stromverbrauch zunächst deutlich höher als unter Vista. Kriege 3,5 Stunden Laufzeit, also etwa 30 Minuten weniger, auch der Lüfter läuft ständig (dank TPFancontrol ist der unter Vista meistens aus). Speedstep scheint aber zu funktionieren. Hier muss man ein wenig konfigurieren (siehe nachfolgend).
WLAN & Suspend
- WLAN geht out-of-the-box, Schlüssel eintippen und man ist online
- FN-F4 legt sich schlafen - kommt aber nur mit ausgeschaltetem Bildschirm hoch. Man kann mit Ctrl-Alt-Fx und Ctrl-Alt-F7 die X Oberfläche wechseln, das reaktiviert die Hintergrundbeleuchtung, ist aber natürlich eine unschöne Lösung. Man kann das aber in /etc/default/acpi-support einstellen:
# Uncomment the next line to switch away from X and back again after resume. # This is needed for some hardware, but should be unnecessary on most. DOUBLE_CONSOLE_SWITCH=true
- leider benötigt das Resume ca 10 Sekunden, zu lang wie ich finde. Für das WLAN connect vergehen weitere 10s.
- besonders lästig ist, dass man dabei immer ein Passwort eingeben muss. Erst danach wird der Schlüsselbund freigegeben, in der der WLAN Schlüssen liegt. Siehe Schlüsselbund.
- dazu wird der Gnome network-manager und der Gnome keyring-manager benötigt. Eine für Xfce ideale Alternative ohne diese Gnome-Abhängigkeiten ist Wicd. Funktioniert einwandfrei, auch ohne Gnome. Verbindet deutlich schneller, erzeugt weniger interrupts und spart daher Strom. Und es entfällt die lästige Passwort-Eingabe des Keyring Managers. Ein hüsches Tray Icon erhält man durch:
/opt/wicd/tray.py
eintragen in einen Autostart-eintrag. Das Tray-Icon zeigt auch Netzübertragungen durch einfache Animation an. Siehe auch diesen Artikel zu den Vorzügen von Wicd in Linux User Magazin.
- Fn-F12 versucht in Hybernate zu wechseln (Tastenkombination wird also erkannt), das klappt aber nicht und man ist unvermittelt wieder zurück aus der Hybernation.
Nachtrag für Xubuntu Hardy:
- in hardy wurde auf die pm-utils umgestellt. Suspend/Resume klappt, Double Console Switch ist nicht mehr nötig
- Resume erzeugt in einigen Fällen (Suspend über HotKey) den Warnhinweis "Policy Timeout". Laut dieses Bugreports ist die Ursache, dass dabei 2 schnell aufeinanderfolgende Sleep-Events generiert werden. Trotz des Warnhinweises funktioniert der Resume aber anstandslos, der Warnhinweis mache es aber langsamer und das Verbinden des WLANs dauert länger. Vermutlich versucht Wicd bereits einen Scan, während die WLAN-Hardware noch schläft.
- Suspend to Disk klappt nun problemlos, ist aber sehr langsam. Resume dauert >1 Minute.
- Keyring Manager lässt sich so konfigurieren, dass er nicht beim Suspend gesperrt wird und damit die Passworteingabe beim Resume entfällt (das ging vermultich in Gutsy auch schon, dieses Feature ist mir aber erst jetzt aufgefallen):
gconf-editor
unter gnome-power-manager/lock die Häkchen löschen. Wichtig: nicht als root sondern als normaler User den gconf-editor aufrufen, denn diese Einstellungen gelten per User.
Im gconf editor kann man auch einstellen, dass gksu (die grafische Umschaltung auf Root Rechte) nicht andere Anwendungen disabled, dadurch lässt such das Password per onscreen Tastatur eingeben (auf Kosten der Sicherheit).
Nachtrag2: Plötzlich trat das "No Backlight after Resume" Problem wieder auf. Der obige Double Console Switch half nicht. Das liegt vermutlich daran, dass Hardy anders als Gutsy nun die pm-utils verwendet. Aber diese Lösung von hier funktionierte: "Create file /etc/pm/config.d/config and put there one line DISPLAY_QUIRK_S3_BIOS="true", or execute following command:"
echo DISPLAY_QUIRK_S3_BIOS=\"true\" >> /etc/pm/config.d/config
- Bei Problemen mit Suspend/Resume kann man unter /var/log/acpid das Logfile einsehen
Zugang zum Eduroam Uninetz
Für die HU-berlin: siehe CMS-Aneitung per Network Manager.
Desktop Effekte
Compiz Fusion
- siehe Compiz Fusion Projekt Homepage
- die Compiz Fusion Einstellungen haben den Intel 965 Grafikchip auf der Blacklist. Daher kann man die Desktopeffekte nicht unmittelbar anschalten. Man kann den Blacklist Eintrag auskommentieren:
# blacklist based on the pci ids # See http://wiki.compiz-fusion.org/Hardware/Blacklist for details T=" 1002:5954 1002:5854 1002:5955" # ati rs480 T="$T 1002:4153" # ATI Rv350 # T="$T 8086:2982 8086:2992 8086:29a2 8086:2a02 8086:2a12" # intel 965
- Compiz Fusion läuft dann einwandfrei. Allerdings geht dann kein Video mehr im Totem Player (daher wohl auf der Blacklist). Vermutlich gibt es dafür Workaround.
- um an die erweiteretn Effekte zu kommen, muss man den Compiz Einstellungs Manager installieren, sowie Emerald als Rahmendekorator für Transparenz- und Glow-Effekte, z.B. nach dieser Anleitung von frugalware
- Compiz ist beeindruckend, für ein effizientes Arbeiten braucht man diese ganzen Effekte aber nicht wirklich. Leider entsteht u.a. eine leichte Verzögerung beim Scrollen...
- wenn man genau aufpasst, ist der Fensteraufbau auch etwas verzögert. Selbst ohne Desktop Effekte
- im direkten Vergleich ist da Vista im User Interface schneller
- Bildschirm in Landscape drehen (durch das Tools xrandr) geht dann leider nicht (vermutlich Konflikt mit OpenGL und 3D Bescheunigung). Siehe auch diesen Bugreport.
- mit Ubuntu Hardy wurde auf eine andere Grafikbeschleunigung umgestellt: Exa Acceleration (statt XAA). Damit funktioniert Compiz und Video. Es gibt aber Performance Einschränkungen beim Scrollen. Eine vollständige Lösung erfordert offenbar weiträumige Änderungen des Grafikspeicher-Modells, der Sychronisation (Direct Rendering) etc, siehe Ubuntu Driverstatus sowie dieser Thread.
Alternative: Xfce Composition Manager
- netter Weise kommt XFCE mit einem eigenen Effekte Compositor, der dann auch von xrandr unterstützt wird
- dies ist dann auch der Grund, dass ich Xubuntu mit dem XFCE Desktop gewählt habe, der wegen des resourcenschonenden XFCE Desktops und dem Xfwm Fenstermanager schneller sein soll. Die Installation geht per Anclicken im Packetmanager und Logout, beim nächsten Login kann man dann in der Session Auswahl den Desktop Manager XFCE oder Gnome wählen. Hier ist eine Installationsanleitung. Nachtrag: Allerdings kommt der Desktop dann etwas durcheinander (u.a. Menüstruktur, Tastaturlayoutumschaltung). Wegen einiger Ungereimtheiten habe ich noch mal von Scratch Xubuntu installiert. Dann gehen aber einige Sachen wie Hotkeys und Standby nicht out-of-the-box. Das kann man alles nachinstallieren (siehe unten).
- interessanter Weise hat man keinerlei optische Einschränkungen, nur der Fensteraufbau ist schneller. Die Icons etc sehen etwas anders aus, mir gefällts. Durch den eigenen "Composition Manager" sind transparente Windowrahmen und Schatten möglich, ohne merkliche Performance-Einbußen. Optisch liegt das gleichauf mit Vista Aero und läuft blitzschnell.
- Schaut man sich das unter Powertop genauer an, sieht man allerdings schon relevante Zeiträume im 1,6 Ghz P-State und damit schnell ein paar Watt mehr Stromverbrauch. Das einfache Verschieben eines Fensters verursacht z.B. rund 50% Last, ohne Transparenz erhält man circa 10%. Es empfiehlt sich, die Darstellung der Fenster beim Verschieben/Größe ändern abzuschalten. Schatten und Transparente Rahmen/Iconbox sind aber cool und verbessern auch die Übersicht. Mann muss hierfür mit circa 1 Watt durchschnittlichem Mehrverbrauch rechnen.
- Ein genauerer Test ergab, das XFCE-Compositing exakt genauso schnell ist wie das Compositing von Metacity (neu in Hardy), was wieder etwas schneller ist als Compiz. Die Performance hängt offenbar auch geringfügig vom gewählten Darstellungs-Thema ab. Dennoch sieht man auch bei den schnellen Themen Performanceeinschränkungen auf x3100/SXGA+ bei aktiviertem Compositing. Z.B. verzögert sich der Wechsel zwischen Fenstern. Ebenso sieht man ein leichtes Ruckeln beim Scrollen. Das mag an schlechter EXA-Beschleunigung für Intel Grafik liegen und in späteren Versionen zu beheben sein.
- Man kann verzögernden "Minimize Effekt" von Metacity abstellen, im gconf-editor, siehe hier und hat dann mit Gnome/Metacity eine genauso schnelle Lösung wie mit XFCE/Xfwm4. Metacity's Compositing arbeitet auch ordentlich mit dem Cairo Dock zusammen, mit dem es unter Xfwm4 immer Ruckler gibt. Allerding arbeitet die easystroke Gestenvisualisierung nicht richtig mit dem Metacity-Compositing zusammen.
- wer möchte, kann auch problemlos einzelne Elemente der Desktop Umgebungen mischen, z.B. Gnome mit dem Fenstermanager Xfwm4 kombinieren, siehe diesen Thread. Auch die Panels kann man beliebig austauschen.
- Um das Font-Rendering- und Scrolling-Problem etwas zu entschärfen sollte man in Firefox das "Yet Another Smooth Scrolling" Plugin installieren, das reduziert die Scroll Events erheblich und führt zu sauberem Scroll mit geringerer CPU Belastung (Scrollen mit aktiviertem Composition bleibt leider trotzdem zu langsam).
Fazit zum Compositing: Transparenz und Schatten sind zwar hübsch und steigern die Übersicht - aber der Performanceverlust beim Scrollen stört doch erheblich, so dass man - bis die o.a. Treiber- und Redering-Architektur-Probleme wirklich gelöst sind - Compositing deaktivieren sollte,
MaxOS-Feeling: Die Xfce IconBox
Toll ist die Möglichkeit im Xfce-Panel, die Taskbar durch eine IconBox zu ersetzen. Das ist zwar noch nicht ganz eine Apple-Dock, dafür ist es aber ressourcenschonend und trotzdem sehr funktionell. Benutzt man den Composition Manager, kann man die Leiste transparent machen. Leider werden die Fenster nur bis zur Leiste maximiert. Um den ohnehin schon beschränkenden 12" Schirm bestmöglich zu nutzen, sollte man die Leiste also auf automatisch ausblenden setzen. Man kann die Leiste zwar auch frei positionierbar setzen, sie wird dann aber nicht mittig erweitert, sondern wächst mit mehr Icons nach rechts. Problematischer ist aber, dass die Leiste beim Rotieren in das Portrait Format auf dem unteren Bildschirmdrittel landet. Die Icons skalieren - anders als in Windows - präzise, ohne Pixlestrukturen, aber nur bis zu einer bestimmten Größe. Ab 38pt Leistenhöhe behalten die Icons ihre (maximale) Größe bei. Weiteres kleines Manko der IconBox ist, dass Anwendung bei Drag&Drop auf die Icons nicht aktiviert werden (was normalerweise jede Task Bar oder jedes Dock kann), blöd für Fensterübergreifendes Copy/Paste. Andererseits können Modal-Fenster angezeigt werden (das können weder AWN noch Cair Dock), was wichtig ist, um genauen Überblick über alle Fenster zu behalten.
Weiteres zur Konfiguration MacOS-ähnlicher Docks für Linux siehe Dock-Installation auf Think-Wiki.
Xfwm Fenstermanagement
Angenehm ist auch das durchdachte Fenstermanagement mit "klebrigen" Kanten und Hotkeys für minimieren (Alt-F8) oder vertikal/horizontal expandieren (Alt-F6 bzw. Alt-F7). Ein Mittelclick auf die Titelleiste (oder Alt-Mittelclick irgendwo im Fensterbereich) schiebt das Fenster auf die unterste Ebene, dadurch kann man z.B. sehr schön durch die Vollbildfenster rotieren. Alt-F11 bringt ein Fenster in den Vollbildmodus. Leider überdeckt es dann die IconBox. Ein Fenstermanager mit platzsparenden Rahmen ("Smallscreen" oder "Wallis") ist hier also die bessere Wahl.
Themes
Das default Thema "MurrinaStormCloud" ist zwar stylisch, aber das grau-schwarze Thema passt nicht so gut zu den Blau/Grau-Tönen von Xubuntu. Die Kombination mit einem der blauen Themen ("XFCE-Dawn", "Clearlooks", "Industrial",...) harmoniert damit besser. Oder man sucht sich einen passenden Hintergrund mit Schwarzanteilen. Es gibt auch Einstellungen, die Windows-XP täuschend echt nachahmen. Jede Menge Anregungen gibt es auf art.gnome.org.
Praktisch für 12" Bildschirme ist der Fensterrahmen "Smallscreen", da er durch eine kompakte Titelleiste mehr Platz schafft. Dazu dann Headerschrift entsprechend verkleinern. Leider zeigt "Smallscreen" keine Icons im Header an, was ich ganz übersichtlich finde. Daher favorisiere ich den ebenfalls relativ kompakten "Wallis"-Fensterrahmen.
Das beliebte "Human" Thema hat einen Konflikt mit einigen Panel Plugins (u.a. Battery Manager), siehe http://forum.ubuntuusers.de/topic/125585/15/. Schade, denn das ockerfarbene Thema passt sehr schön zu dem Ubuntu-Heron Wallpaper. Mir gefallen auch die dezenten Hervorhebungen von Eingabefeldern, der Scrollbar und die farbinvertierten Fenstertitel. Das hat sonst nur noch Clearlooks, was aber wieder Blau ist. Dazu passt dann z.B. Wolken&Himmel. Auch der Sound Appllet funktioniert mit manchen Themen nicht ganz, und lässt sich dann nicht hinzufügen. Workaround ist hier, entweder Wechsel des Themas, oder das Applet per Drag and Drop auf die Panel-Leiste ziehen, das klappt trotzdem.
Wenn man in Xubuntu etwas mit den Fenstermanager-Einstellungen rumspielt, werden manchmal Schriften nicht mehr richtig skaliert. Abhilfe schafft das setzen auf 96 DPI, siehe oben.
XFCE Menü und Taskbar Icons
Das Startmenü lässt sich sehr leicht anpassen. Man kann dort z.B. Menüpunkte für "Rotieren in Tablet Mode" oder Laden/Entladen von Kernel Modulen (USB up/down) konfigurieren. Natürlich kann man auch Taskbar Icons zum direkten Starten häufig benötigter Befehle definieren.
Leider gibt es nicht wie unter Gnome ein Panel Applet zum schnellen Einstellen der Display-Helligkeit. Dies ist im Tablet-Mode aber essentiell. Man kann das Gnome-Applet zwar durch xfapplet innerhalb des XFCE-Panels integrieren, dies hat allerdings noch Bugs (xfapplet sorgt für 100% CPU-Last, siehe Bugreport)
Compiz Fusion und Xfce
Man kann Compiz mit dem Xubuntu/Xfce Desktop kombinieren, man muss dazu aber einen Dekorator (Emerald) und die OpenGL Unterstuetzung (XGL) installieren. Start von Compiz durch: Compiz --replace und emerald --replace. Wieder gibt es dann leichte Scroll-Ruckel-Probleme. Die liegen vermutlich an der OpenGL Implementation von XGL, die wohl keine (ausreichende?) Hardwarebeschleunigung beinhaltet. Hier gibt es noch die Alternative AIGLX, die ich aber nicht getestet habe. Allerdings zerstört Compiz die Stromspareigenschaften, da die OpenGL Treiber aus historischen Gründen (DRI für das Zeilenrefresh) 50 Interrupts/s benötigen und damit die CPU selbts ohne Last nicht ausreichend schlafen lassen. Das macht etwa ein Watt aus. Für beide Probleme, DRI und Video, gibt es wohl Patches, nicht ausprobiert.
- um wieder zurück zu XFCE zu gelangen, muss man den Fenstermanager Metacity beenden und xfwm4 starten:
killall metacity && xfwm4
- mir versprang dabei das Tastaturlayout auf US. Die grafische Layout-Umschaltung (XFCE Taskbar Tool) und auch die Einstellung on der xorg.conf haben hier nicht geholfen, aber: setxkbmap de
- Leider spielt der Totem Videplayer unter Xubuntu keine mpeg. Lösung: Totem-Gstreamer Packet statt Totem-xine installieren. Alternativ funktioniert auch der VLC Palyer.
Compiz Tipps & Tricks
- unterschiedliche Wallpaper: unter den Cube Einstellungen kann man für jede Seite des Würfels ein anderes Hintergrundbild einstellen. Allerdings wird das von Nautilus überschrieben der bei Gnome den Desktop managed. Dies muss man also abschalten, das geht mit dem Gnome Configurationseditor, siehe diese Anleitung
- wenn man statt des Standard Fenstermanagers (Metacity) Emerald benutzt, werden einige Dsktop-Einstellungen ignoriert. Beispielsweise "Doppelklick auf Fenster-Titelleiste". Dies kann man aber in den Emerald Einstellungen ändern.
Buetooth Maus
HID aktivieren in /etc/default/bluetooth:
# HID daemon HIDD_ENABLED=1
Verbindung aufbauen durch Consolen-Befehl:
hidd --search
Erforderlich ist hierbei USB, also ist das Kernelmodul ggf. zu laden (falls vorher zum Stromsparen entladen):
modprobe uhci_hcd
siehe auch http://wiki.ubuntuusers.de/Bluetooth/Einrichtung
Xubuntu Neuinstallation
Wegen der o.a. Vorzüge habe ich mich für Xubuntu/Xfce entschieden. Einige sind auch in diesem Bericht zusammengefasst. Wie beschrieben kam es zu Konflikten mit einer vorausgehenden Ubuntu/Gnome Installation, so dass ich noch mal eine Xubuntu Neuinstallation durchgeführt habe. Das geht ohne großen Aufwand mit Unetbootin wie oben beschrieben, man wählt dann einfach Xfce als Desktop. Überraschend werden einige Funktionen dann aber nicht out-of-the-box unterstützt, die unter Ubuntu/Gnome problemlos klappten:
- die Thinkpad Tasten gehen bis auf die Lautstärke nicht, kann man aber leicht nachrüsten. Es funktionieren alle Sondertasten incl. Tablet-Spezialtasten und auch Multimediatasten. Siehe Thinkwiki und ubuntuforums. Unter Xubuntu geht es etwas anders, ist aber in den Xubuntu Wiki FAQ und hier gut beschrieben. Eine sehr hilfreiche grundsätzliche Erläuterung (Deutsch) findet sich 8http://ingomar.wesp.name/articles/xkb-tastaturbelegung-in-x11-xorg-xfree86 hier]
- die Tasten und die Onscreen Anzeige für die Helligkeit steuert der Gnome-Power-Manager. Den muss man in Xubuntu per Paketmanager nachinstallieren, wenn man das haben will:
sudo apt-get install gnome-power-manager
- Popertop schlägt zwar vor, den Power Manager zu killen, ein signifikanter Stromverbrauch war aber nicht festzustellen.
- Hybernate geht nicht out-of-the-box, aber Suspend
- für Hybernate siehe tuxonice
- Swap Partition muss dazu RAM Inhalte komplett aufnehmen können (wg. Komprimierung wohl nicht zwingend 1:1 nötig)
- Open Office fehlen die Icons, die muss man installieren:
sudo apt-get install openoffice.org-style-tango
(K)ubuntu deinstallieren
Man kann einfach per:
sudo apt-get install kubuntu-desktop
eine vollständige Kubuntu-Umgebung nachinstallieren, um sich die mal im Vergrleich anzschauen. Um diese dann wieder vollständig zu deintstallieren:
sudo apt-get remove kubuntu-desktop sudo apt-get autoremove
Der Paketmanager merkt sich die abhängigen Pakete und kann diese später per autoremove wieder löschen. Bei mir ging das allerdings nicht, denke das liegt am Unterschied zw. apt-get und aptitude. Wenn das nicht klappt, kann man auch die Basispakete deinstallieren, von denen alle weiteren abhängen, incl. aller KDE-Anwendungen:
sudo apt-get purge kdelibs4c2a kdelibs-data kdebase-data
Analog kann man alle Gnome-Abhängigkeiten restlos entfernen durch:
sudo apt-get remove gnome-*
Und den Login Manager wieder einsetzen:
sudo apt-get install gdm
Bzw. die Xubuntu Umgebung installieren:
sudo apt-get install xubuntu-desktop
Damit ist man wieder bei einer sauberen und schlanken Installation, Dank der Debian Paketverwaltung bleiben keine Programmreste übrig.
Den Boot Splash konfigurieren:
sudo update-alternatives --config usplash-artwork.so
(this will open a selection box that lets you decide which splash you would prefer 1.default(ubuntu) 2.kubuntu and 3.xubuntu)
sudo dpkg-reconfigure linux-image-`uname -r`
(this will build your choice into the initramfs) (enter)
It will take about 10-30 seconds and thats it you are done.
Troubleshouting
Beim Rumprobieren mit den Paketen hatte ich plötzlich Fehler:
Gtk-WARNING **: cannot open display: :0.0
Nach etwas Googeln hat das hier Abhilfe geschaffen:
export XAUTHORITY=/home/[your_username]/.Xauthority
Sound
Unter Hardy Alpha lief der Sound nicht. Lösung brachte, mit Hilfe von Module-Assistant das Alsa-Package zu bauen:
sudo apt-get install module-assistant sudo m-a update sudo m-a prepare sudo m-a a-i alsa
Bei Problemen mit Flash und Sound hilft diese Anleitung bzw. diese, oder diese.
Unter Intrepid bzw Jaunty ist nun pulsaudio standard. Dazu kann man nach dieser Anleitung die Soundausgabe für jede Anwendung individuell konfigurieren. Uns sogar die Soundausgabe übers Netz auf andere "Soundserver" umleiten.
Font Rendering Performance
Seit neuer xorg Version gibt es Performanceprobleme beim Font Redering und Composition. Helfen soll in /etx/X11/xorg.conf:
Section "Device" Identifier "Configured Video Device" Option "AccelMethod" "EXA" Option "ExaNoComposite" "false" Option "MigrationHeuristic" "greedy" EndSection
Die greedy Heuristic verträgt sich aber offenbar nicht mit xrandr rotate, daher nicht empfohlen.
Hinzufügen in /etc/environment:
INTEL_BATCH = "1"
Laut diesem Thread soll das etwa 40% Performancevorteile bringen.
Network Manager neu starten
- /etc/dbus-1/event.d/25NetworkManager restart
- /etc/dbus-1/event.d/26NetworkManagerDispatcher restart
Booteinträge aufräumen
Ab und zu installiert Ubuntu durch die automatischen Updates einen neuen Kernel. Wer zusätzlich auch selber neue Kernels compiliert hat schnell eine größere Anzahl im Booteintrag, die man ab und zu aufräumen muss. Anzeigen der installierten Kernel:
cd /boot ls vmlinuz*
Löschen durch (Versionsnummer entsprechend ersetzen):
sudo apt-get remove linux-image-2.6.24-16-generic
Ebenso geht das natürlich über den Synaptic-Paketmanager (Suche nach linux-image). Anschließend die Boot-Einträge aktualisieren:
sudo update-grub
Tablet Anwendungen
- Handschrift Erkennung gibt es unter Linux nicht, aber Cellwriter installiert man mit einem Click auf das Debian Package. Der Eindruck ist zwiespältig, zwar ist die integrierte Onscreen-Tastatur - im Gegensatz zum Vista Pendant - gut benutzbar, die Buchstabenerkennung erfordert aber erstmal ein Training der Buchstaben, Zeichen und Ziffern (es gibt allerdings auch ein komfortables, automatische Training) und Optimierung der Buchstaben und Konfiguration. Und wenn man schon auf Buchstabenerkennung reduziert wird, erwartet man schon ein Write Anywhere. Auch die GeckoTip firefox Erweiterung kann Cellwriter nicht automatisch starten, das macht den Umgang etwas umständlich. Vermutlich kann man das alles entsprechend hinbasteln, aber so war ich davon erstmal enttäuscht, aber man kann immerhin sofort auch im Tablet Modus arbeiten.
- Als Onscreen Tastatur gefällt mir "Onboard" (ehemals "SOK") etwas besser, da man die Tasten durch besseren Kontrast und farbliche Hervorhebungen schneller bedienen kann. Zudem ist das Layout anpassbar. Leider kann auch dieses Keyboard keine Slides. Download hier: MouseTweaks und Onboard
- xvkbd ist ein virtuelles Keyboard, das auch Slides und Wortvervollständigung kann. Freie Layout-Gestaltung, kommt mit diversen vordefinierten Layouts, incl. Querty und Fitaly.
- GTKeyboard wirkt etwas sehr rudimentär im Design
- Handschriftliche Notizen: Gournal hab ich ganz kurz ausprobiert und sofort verworfen. Es hat leider keine ordentliche Ink-Glättung und an der Stiftposition wird ein Mauszeiger eingeblendet. Dadurch schlecht benutzbar. Xournal funktioniert dagegen sehr schön, sehr ähnlich zu dem Windows Pendant. Es hat allerdings keine Druckempfindlichkeit, der Stift ist also immer gleich dick, schade. Nachtrag: Neue Version hat Druckempfindlichkeit. Und Geometric Shape Recognizer, der erkennt Linien, Kreise und Rechtecke und begradigt sie, mit etwas Übung sogar Pfeile. Jarnal hat den Vorteil, dass es als Java-Anwendung plattformunabhängig ist und zudem Seiten einfach als zip-komprimiertes SVG abspeichert. Dadurch lassen sich Jarnal-Notizen plattformunabhängig verschicken, anschauen und weiterbearbeiten. Wenn man will, auch als Applet in einem Browser. Es unterstützt auch Multiuser Editing und ist somit ein ideales Tool für eLearning. Ob xournal + Remote Destop z.B. über VNC ähnliches leistet, wäre zu testen. Für die tägliche Arbeit ist jarnal aber nicht ganz responsiv genug und hat mit xournal einen ausgereiften Konkurrenten, der ein etwas besseres Stiftgefühl vermittelt und ebenfalls PDF annotieren kann. Dafür sind beide Tools gut geeignet - ansonsten habe ich für solche Handnotizen aber wenig Bedarf.
- Einen anderen Ansatz zur Handschrifterkennung verfolgt das recht neue Projekt SHIP (Stylus/Handwriting Input Panel): hier wird die Vista-Schrifterkennungs-API über eine kleine Serveranwendung aus Linux aufrufbar gemacht, so dass die Vista Handschrifterkennung unter Linux verfügbar wird.
- notelab weiteres Java-basiertes Programm für Notizen
- tabatha wichtige Befehle per Popup Menü starten (nützlich im Tablet Mode)
- onefinger Filemanager und GUI für Terminal
- Gesten: Das Firefox Mouse Gestures Plugin funktioniert natürlich auch unter Linux ist aber nicht ganz so zuverlässig wie StrokeIt unter Windows. Die Gesten unter Epiphany sind responsiver, allerdings kann Epiphany kein Grab& Drag Scrolling. Leider bietet auch Opera hier keine gute Alternative.
- xstroke - Anywhere Graffitti-ähnliche Eingabe von Buchstaben oder beliebige Aktionen als Gesten, wird leider nicht mehr supported/weiterentwickelt, Paper dazu
- OneStroke - ähnlich xstroke, ging dann aber in CellWriter über und wird daher nicht mehr supported. Leider hat CellWriter aber keine Anywhere Gesten mehr
- wayv Gestenerkennung, letztes Update 2003
- Gestikk - noch recht neu. In Version 0.5.1 gibt es noch Kollision mit dem normalen Rechtsclick, siehe Bugreport. Es werden auch keine Diagonalen oder Rundungen in den Gesten unterstützt.
- easystroke - hervorragendes neues Gesture Tool, seit Juli 2008. Sehr aktive Entwicklung. Besonderes Feature: Stochastische Analysefunktionen der Gesten-Mustererkennung zur Verbesserung der Erkennungsgüte.
- Chickenscratch - Offenbar vom Erkennungsalgortihmus nicht wirklich für Grafitti/Tablet-Stift ausgelegt
- xgestures Gesten für X11
- Guter Review zu diesen Gesten-Erkennern
- riteForm von riteScript ist der Port der Windows Software ritePen und kann eigentlich sehr gut Write Anywhere Handschrift erkennen. Allerdings wird dieses Produkt seit 2005 nicht mehr gepflegt, vermutlich ist die Nachfrage zu gering.
- Freehand Gestures - Gestenerkennung für KDE Desktop, Stand 2006
- KDE gestures KDE's eigene Mausgesten, voll in den Desktop integriert
- inftyproject.org - Umsetzung von Handschrift in Formeln, Ausgabe über LaTex oder MathMl
- maxima - leistungsfähiges Computeralgebra-Programm, Open Source, mit vordefinierten Gesten und dem GUI wxMaxima wird daraus ein leistungsfähige System für mathematische Anwendungen. Anders als andere Programme wie Octave kann maxima auch symbolische Berechnungen durchführen. Der Funktionsumfang ist mit dem kostenträchtigen MathLab vergleichbar. Maxima und die Frontends laufen unter Linux, Windows und MacOS.
Fingerprint Reader
- Installation für Ubuntu Hardy nach Anleitung auf ThinkWiki
- Danach kann man bei GDM, Synaptic, sudo etc statt des Passwortes einfach den Fingerprint Reader benutzen. Sehr praktisch im Tablet Mode.
- alerdings erfordert der FPR USB 1.1, also das Kernel Modul uhci_hcd, womit die CPU wieder zu lange in C2 statt in C3 läuft.
- als Alternative kann man beim Login bzw. xlock eine Onscreen Tastatur automatisch einblenden, siehe hier.
Stromverbrauch senken
- powertop neueste Version (1.9) als Paket installieren, z.B. von hier (inzwischen ist Powertop 1.9 auch in den Ubuntu Hardy Repositories)
- mit <sudo powertop> kriegt man eine Anzeige des Stromverbrauchs sowei eine Liste mit Zahl der Wakeups, ausgelöst von den jeweiligen Prozesse
- Zusätzliche Daten wie die Restkapazität zeigt folgendes an:
watch -n1 'cat /proc/acpi/battery/BAT0/*'
- 12,6 Watt im idle bei minimaler Helligkeit incl. WLAN ist schon mal zufriedenstellend (unter Vista liegt man bei 9,8 Watt)
- nun werden einige "Vorschläge" unterbreitet, die man per Tastendruck akzeptieren und ausführe kann
- USB Autosuspend erzeugt jede Menge Wakeups. Ist bei Ubuntu wegen Kompatibilitätsproblemen mit manchen Druckern standardmäßig disabled. Abschalten bringt ca. 2 Watt
- ein Paar Tasten weiter ist man so auf 10,3 Watt.
- Problem ist, dass man dieses Prozedere nach jedem Neustart nochmals durchführen muss (also die Optimierung).
- dazu kann man Befehle in rc.local eintragen, die werden bei jedem Boot ausgeführt:
# USB autosusbend
for i in `find /sys -name autosuspend -exec echo {} \;` ; do echo "1" > $i ; done
- und es geht noch weiter runter, hier erstmal das geschätzte Potential:
- USB power save mode ~300mW
- sound driver powersawing ~300mW
- SATA powersaving ~1W
- HDD sleep ~500mW
- Bildschirm refresh reduzieren ~500mW
- Lüfter ~300mW
- Näheres auf lesswatts von Intel oder in diesem PDF
HDD Spin Down on Idle
- Die Festplatte kriegt man aus, indem man "Laptop-Mode" einschaltet: Edit /etc/default/acpi-support and change:
ENABLE_LAPTOP_MODE=true
- dann in der Konfiguration (/etc/laptop-mode/laptop-mode.conf) HDD Spin Down und Write Cache einschalten. Spindown Zeit reicht eine Sekunde. Als Dirty Writeback Zeit sind z.B. 180000 centisecs (also 30 Minuten) sinnvoll.
- und die /etc/syslog.conf konfigurieren, siehe http://samwel.tk/laptop_mode/faq
- mit lm-profiler lassen sich die Festplattenzugriffe monitoren, falls doch noch welche autreten. Als root:
/usr/sbin/lm-profiler
- und tatsächlich kann man nun ohne Festplattenaktivität Webrowsen oder eBooks lesen. Stromverbrauch: 9,7 Watt
- mit ausreichend RAM (hier 3GB) und wenn man lange genug arbeitet ohne zu booten (Ram Cache bleibt erhalten, auch nach Sleep/Resume oder Hibernate) stehen die meisten Daten im Cache und die Festplatte wird fast nicht benutzt
- auch megabyteweise Downloads z.B. ein PDF-File und anschließendes Öffnen im PDF-Viewer erzeugt so dank Write-Caching keinen einzigen Plattenzugriff.
- ohne Lüfter- und Festplattenaktivität ist der Laptop fast unheimlich...
- legt man das Ohr auf hört man auf der rechten Seite einen leisen Elekto-Knisterton (der soll durch periodischen C4 Sleep der CPU entstehen).
- Problematisch ist allerdings Firefox 3.0. Der verwendet neuerdings SQLite. Darin sind fsync() Aufrufe, die einen Write Cache Flush erzwingen. Man kann nun das Flushen durch "Pragma Syncronous off" abschalten, oder die Datenbank in eine RAM-Disk verlegen, oder auf ein Netzlaufwerk. Oder einen anderen Browser benutzen, Epiphany erzeugt z.B. keine Festplattenzugriffe (am Write Cache vorbei).
- Firefox Cache in die Ramdisk verlegen:
- dazu in der about:config den neuen Wert browser.cache.disk.parent_directory anlegen und auf /dev/shm/ setzen (die standadmäßig in Ubuntu vorhandene Ramdisk)
Fortsetzung für diesen Teil bearbeite ich nun im Thinkpad-Wiki, hier.
Sleep States und Kernel Update
- Powertop zeigt nur bis C3 Sleep (darin sind ggf. auf C4 enthalten). Typisch für eine Out of the Box Konfiguration sind etwa 300 Weck-Interrupts pro Sekunde und rund 80% Zeitanteil C3 deep sleep. Prinzipiell ist durch weitere Anpassungen ein Betrieb bei unter 100 Interrupts/s möglich. Soweit ich weiß, muss man dazu den neueren Kernel 2.6.24.x mit einigen Patches kompilieren, so wie hier in Ted's Blog beschrieben: Damit sollte das x61t bei 80-95% C3 deep sleep und <100 Interrupts/s noch mal etwa 1 Watt im "Surfmodus" runtergehen.
- so, hab mit ein paar Klicks den o.a. Kernel installiert. Idle Desktop braucht bei 50% Helligkeit 10,6 Watt. Powertop zeigt 165 Interrupts und 97% im C3 sleep. Nach einem Suspend und Resume geht der Verbrauch merkwürdiger Weise etwas runter auf 9,9 Watt bei 120 Interrupts. Wenn ich die XFCE-Applets lösche (nutze nur Battery und Network) lande ich plötzlich bei 15 Interrupts/s! 9,6 Watt. 99,7% C3 sleep. xbacklight = 10 ergibt: 7,8 Watt. Genial.
- damit WLAN mit dem neuen iwl3945 läuft muss man noch die Firmware installieren
sudo apt-get install firmware-iwlwifi
- Wenn dies nicht funktioniert, kann man es per Hand machen. Hierzu ein guter Link: [1].
- Dann das Interface (hier wlan0_rename) hochfahren:
ifconfig wlan0_rename up
- dann sollte man mit iwconfig das WLAN Interface sehen können sowie mit einem AP verbinden und IP Adresse holen
- nicht vergessen, den WLAN-Stromsparmous zu aktivieren, das macht 2 Watt aus:
echo 5 > /sys/bus/pci/drivers/iwl3945/*/power_level
- Unbenötigte schnittstellen deaktivieren. Z.B. VGA out:
xrandr --output VGA --off
- Ein weiteres Watt ließe sich ggf. durch C4 deeper sleep Modi einsparen. Dazu müssen aber beide Cores den C4 Modus anfordern und der gemeinsame L2 Cache wird abgeschaltet. Mehr dazu hier. Soweit ich weiß, funktioniert das noch nicht mit Linux/Core Duo
- interessanter Weise sollte ein gut konfiguriertes AMD X2 Notebook noch mal deutlich bessere Akkulaufzeit erreichen, da der C3 State hier viel weniger Strom als bei Intels CPUs benötigt
Intrepid Kernel unter Hardy nutzen
Für alle denen ein Kompilieren zu kompliziert ist, gibt es die Möglichkeit, einfach auf den Kernel aus den Intrepid Repositories zu wechseln. Dazu muss man nur das Repository eintragen, die Pakete aktualisieren, dann das Repository wieder austragen. Folgende Zeile macht dies automatisch (alles ohne Return in eine Commandozeile):
echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ intrepid main restricted' | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/intrepid-kernel.list && sudo apt-get update && sudo apt-get -y install linux linux-generic linux-headers-generic linux-image-generic linux-restricted-modules-generic linux-restricted-modules-common && sudo rm /etc/apt/sources.list.d/intrepid-kernel.list && sudo apt-get update
Dabei wird auch die WLAN Firmware korrekt installiert und auch der Sound läuft, wenn man dieser Anleitung folgt. Ebenfalls geht Suspend. Läuft bei mir rund ohne jede Eingriffe.
Man erhält so zwar kein Undervolting oder Festplattenschutz, aber alle weiteren Neuerungen und Vorteile des neueren Kernels, u.a. WLAN LED sowie weniger Rescheduling Interrupts.
Der minimale Stromverbrauch liegt bei 8,4 Watt (idle@min Backlight)
Änderungen persistent machen
- im Startupscript etc/rc.local kann man die Einstellungen persistent machen:
# By default this script does nothing.
# Trackpoint sensibler
echo -n 250 > /sys/devices/platform/i8042/serio1/sensitivity
# und schneller
echo -n 200 > /sys/devices/platform/i8042/serio1/speed
# Wake on Lan aus
ethtool -s eth0 wol d
# PCI Geräte stromsparen
for i in /sys/bus/pci/devices/*/power_level ; do echo 5 > $i ; done
# sound stromsparen nach 10 sec
echo 10 > /sys/module/snd_hda_intel/parameters/power_save
# xbacklight aktivieren (Workaround für einen Bug in Hardy-Alpha-6)
xrandr --output LVDS --set BACKLIGHT_CONTROL native
# USB Autosuspenden
for i in `find /sys -name autosuspend -exec echo {} \;` ; do echo "1" > $i ; done
# Laptop Mode aktivieren
laptop_mode start
# governor auf ondemand
echo ondemand > /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor
# Stromsparenden Scheduler aktivieren
echo 1 > /sys/devices/system/cpu/sched_mc_power_savings
# AHCI Link Power Management. Auskommentiert wenn statt AHCI
# "Compatibility Mode" im Bios aktiviert ist
# echo min_power > /sys/class/scsi_host/host0/link_power_management_policy
exit 0
- Und unnötige Kernel-Module in die Blacklist /etc/modprobe.d/blacklist:
# module nicht laden wegen Wakeups blacklist pcmcia blacklist yenta_socket blacklist ehci_hcd blacklist uhci_hcd blacklist usbcore blacklist ohci1394 blacklist sbp2 blacklist ieee1394
- Späteres manuelles Nachtladen der Module ist kein Problem. Einige Module werden aber schon während der initramfs Phase geladen. Die blacklist auch dort durchsetzen durch:
update-initramfs -u
Fazit
Ohne Taskbar-Icons wird Xubuntu zu einem Dauerläufer. In realitätsnäherer Nutzung mit Taskbar-Icons, Interrupt-Generierer wie Skype und Stift liegt man dann doch wieder bei >800 Interrupts/sec. Der Stromverbrauch ist dann kaum noch geringer als unter Vista.
- Glücklicher Weise bringt XFCE 4.4.2 Verbesserungen bei den Interrupts der Taskbar-Icons.
- skype produziert in der 1.4.* Version rund 200 Interrupts pro Sekunde und kostet damit rund 1 Watt, die 2.0 Version bringt hier erhebliche Verbesserung (~40 Interrupts/s).
- Ferner kann man die Prozessorspannung absenken, siehe dazu auch diese Anleitung
- den neuesten Kernel von kernel.org runterladen
- mit kernelcheck automatisch immer den neuesten Kernel übersetzen lassen
- den neuesten zen kernel downloaden und installieren
Bildschirm Rotieren
Mit xrandr kann man den Bildschirm rotieren. Nach rechts:
xrandr -o 1
Wieder zurück:
xrandr -o 0
Mit den Wacom-Tools muss man aber auch gleichzeitig den Digitizer für die Stifteingabe rotieren:
xsetwacom set stylus Rotate ccw
Ebenso die NavDial Knöpfe am Displayrahmen. Eine ausführliche Anleitung mit passendem Script, um diese Vorgänge zu Automatisieren gibt es hier.
Lüfter steuern
- ThinkPad_Fan_Control 0.9 kommt mit einer grafischen Oberfläche in der man komfortabel "Normal" (BIOS gesteuert) sowie "quiet" und "ultra quiet" einstellen kann. Bei letzterer bleibt der Lüfter im Office-Betrieb praktisch immer aus. Man muss aber die erste Stufe auf "Disable" und "Override" setzen, sonst geht der Lüfter ständig an/aus. Die softwareseitige Lüftersteuerung erzeugt einige ACPI-Interrupts des CPU sleep und kostet somit ein wenig Strom.
- Mit Version 0.92 wurde das Konzept offenbar überarbeitet. So gibt es nur noch Schwellwerte unterhalb derer der Lüfter aus bleibt und oberhalb derer die Kontrolle ans BIOS übergeben wird. Vermutlich ist dieser Ansatz stromsparender und kann im Kernel abgehandelt werden (und ist damit auch zuverlässiger).
Dazu in /etc/modprobe.d/options hinzufügen:
options thinkpad_acpi fan_control=1
Anschließend lässt sich der Lüfter über folgend echoCommandos steuern:
# echo level 0 > /proc/acpi/ibm/fan (fan off) # echo level 2 > /proc/acpi/ibm/fan (low speed) # echo level 4 > /proc/acpi/ibm/fan (medium speed) # echo level 7 > /proc/acpi/ibm/fan (maximum speed) # echo level auto > /proc/acpi/ibm/fan (automatic - default) # echo level disengaged > /proc/acpi/ibm/fan (disengaged, also BIOS Steuerung)
- Siehe auch Lüftersteuerung auf dem deutschen Think-Wiki sowie dieses HowTo auf dem englischen ThinkWiki
Diverse Tipps und Tricks
- Caps Lock deaktivieren (dann kann man darauf z.B. scale/skippy aktivieren):
xmodmap -e "remove lock = Caps_Lock"
- Google Chrome unter Wine laufen lassen, siehe Anleitung
- vorab auf OpenOffice 3.0 upgraden über lauchpad repository, siehe diese Anleitung
- vorab auf neueste Freemind Version upgraden aus diesem repository: deb http://eric.lavar.de/comp/linux/debian/ experimental/
Platzraubende Panel-Leiste umplatzieren
Da ja weder in AWN noch in Cairo der Systray richtig läuft und bislang die Dock-Applets noch Probleme haben, benötigt man weiterhin ein Panel für den Systray. Dieses Panel am besten irgendwo platzsparend platzieren. Eine gute Position ist über der Fenster-Titelleiste, zwischen Titel und Buttons, dort ist ja normalerweise ungenutzter Platz (ähnlich macht das auch Maemo). Das Gnome Panel kann man aber nur durch einen Trick überreden, sich nicht immer Bildschirmplatz freizuhalten (siehe Screenshot): Um das Gnome-Panel über dem Fenster zu halten einfach auf automatisch Ausblenden stellen bei einer utopisch hohen Wiedereinblendzeit (dann bleibt es angezeigt). Dazu das Spacing auf 0 setzen (beide Einstellungen im gconf-editor).
Das Window-Picker-Applet aus dem Netbook Remix ist eine Alternative Möglichkeit, den Fensterrahmen einzusparen. Damit kann das Gnome-Panel allerdings nur genau 25 Pixel hoch sein (was aber ein guter Wert ist). Damit der Fensterrahmen darunter passt muss man einen entsprechend schmalen Rahmen wählen, beispielsweise "Alphacube". Schicker als das Human Murrine Netbook Thema ist das OSX-Theme dazu. Leider funktioniert dieser Trick aber nicht mehr in Intrepid Ibex.
Gedacht dafür ist das Tool maximus. Dies verwendet einfach ein devilspie Script, dies maximiert Fenster und entfernt den Titel. Nach einer "intelligenten" Regel werden dabei offenbar nur bestimmte Fenster maximiert, in der Praxis funktioniert das ganz passabe. Sinnvoll ist die Kombination mit Tile-Ansichten wie z.B. in Terminator für mehrere Terminal-Instanzen. Oder man kann gleich eine Tiling Window Manager nutzen, z.B. xmonad.
Eine andere Möglichkeit, die platzverschwendende Titelleiste bei maximierten Fenstern loszuwerden, bietet Compiz. Einfach unter Decoration eintragen:
!state=maxvert
Das heißt, alle vertikal maximierten Fenster werden ohne Decorator angezeigt.
Tipps für Firefox:
- Nach dieser Anleitung die URL-Leiste in eine Google-Suchleiste umändern, dann kann die extra Suchleiste entfallen.
- Mit dem Tiny Menu oder dem Compact Menu Plugin zusätzlich die Menüleiste einsparen
- Mit autoHideStatusbar die Statuszeile bei Nichtnutzung ausblenden lassen
- oder lieber gleich über Anzeige>Statusbar für immer abschalten und stattdessen über das Addon Fission in der URL Bar Safari-like anzeigen
- Speed Dial Plugin stellt häufig besuchte Seiten als Vorschaufenster dar, ähnlich Opera oder Google Chrome
- Full Fullscreen Plugin erlaubt es, die Fullscreen Ansicht zu konfugurieren, beispielsweise Taskbar und Adressbar ausblenden die Tabs aber anzeigen, auf 12" Bildschirm sehr zu empfehlen (auch sinnvoll bei größeren Widescreens). Man kann dies allerdings auch gleich manuell in about:config über Werte für "Fullscreen" einstellen.
Weitere praktische Firefox Plugins
- CoLT Copy Link Text - Kontextmenü für Copy Link Name (ansonsten hat man nur copy Link und müsste alternativ diesen erst etwas mühsam selektieren)
- Speed Dial - Vorschauansicht der Favoritenseite, wie in Opera oder Google Chrome
Empfehlenswerte Software (nicht Tablet-spezifisch)
- nautilussvn - Subversion-Erweiterung für Nautilus, ähnlich Tortoise für den Windows File Explorer
Weitere Linux Links
- thinkwiki die ultimative Referenz für Linux auf Thinkpads
- Installing_Ubuntu_7.04
- Debian on x61t
- Lenovo_Thinkpad_x61t_SXGA+
- Installationsanleitung sehr schick und deutsch
- x61-tablet-and-ubuntu-hardy-heron
- noch eine Inst-Anleitung
- Thinkwiki anleitung für x61s sehr gute Tipps
- customize Gutsy kernel for thinkpad x61s - detailreicher Erfahrungsbericht zum Anpassen des Kernels
- Erfahrungen mit x60t übersichtlich und hilfreich mit vielen kleinen Tricks für die Stiftnutzung
- Debian auf x61t von Bayle Shanks
- x61s mit Linux Fedora 8
- Gestikk Maus Gesten
- Liste mit Tablet Software von tuxmobile
- powertop Stromverbrauch tweaken
- Stromverbrauch für x61t tweaken
- http://www.lesswatts.org/ dito
- Idle Watt Tabelle für alle Thinkpad Modelle unter Linux. dort werden 8,5 Watt für einen optimierten x61t angegeben. Hab eine Zeile mit 7,8 Watt hinzugefügt ;-)
- Kernel packete für x61s mit allen Stromspar-Tweaks
- Weitere Diskussion zu Ubuntu 7.10 bei TabletPCreview
- und in diesem Thinkpad Forum Tread
- Power Management Seite im Ubuntu Forum
- Power Reduction im ThinkWiki Forum
- Install Word 2007 on Ubuntu
- Intels Linux Seite
- Ubuntu Hardy Heron (8.04) on a Toshiba Portege M400
- Linux on TC1100, incl. GNOME gksu to use onscreen keyboards, Ubuntu Hardy, Kernel 2.6.25
- (X)Ubuntu Hardy Heron auf HP 2710p Tablet-PC
- HowTo um mit xvkbd in GDM einzuloggen
- Arch vs. Ubuntu treffender Vergleich der beiden Systeme auf einem Tablet
- Linux Power Saving Tweaks for HP Pavilion laptops
- Update: Noch mehr Stromsparen mit dem Lenovo Thinkpad X61s
Gegenüberstellung: Vista (Aero) vs. Linux (Compiz Fusion)
(wichtige Fett markiert)
- (ausgewogen): Unter Linux hat man bei eingeschaltetem Compositing (z.B. in Compiz) Scroll-Performance-Probleme in Firefox & Co. Unter Vista ist das aber genauso zäh.
- (+Linux): Schneller scrollen: Dafür scrollt Linux deutlich schneller, wenn man das Compositing abschaltet (und XAA Beschleunigung wählt). Auch die Scroll-Events des Trackpoints werden offenbar schneller gesendet, im Vergleich ist Linux etwa 2- bis 3-fach schneller als Vista.
- (ausgewogen): Aero kommt per default mit hübschen GUI-Effekten, z.B. Glass-Effekte bei Fensterrahmen. Ubuntu wirks mit seinem Schlammbraun dagegegn wenig attraktiv, man kann die Optik aber vielfältik konfigurieren. Das ist aber aufwändig und zum Teil fehlerträchtig. So sind Fensterrahmen unter Compiz zunächst nur transparent, aber nicht "blurry". In Compiz gibt es zwar ein Blurr-Plugin, aber das funktioniert bislang wegen Treiberbeschränkungen nur auf Nvidia-Karten, siehe Erläuterung und daher nicht auf der Intel-Karte. Die Taskbar-Effekte werden bei Vista hübscher animiert (Glow-Effekt). Unter Linux kann man Glow-Effekte für die Taskbar-Buttons nachrüsten. Und hat mit Cairo Dock eine eye-candy Alternative, die ist aber ein Ressourcenschlucker. Sowieso sind die ganzen Animationen unter Compiz zwar sehr hübsch, aber leider verlnagsamen sie das Scrolling. Das ist natürlich kein generelles Problem des Betriebssystems sondern der Treiberunterstützung, gegenwärtig (Stand August 2008) ist man unter Linux aber gezwungen die Compositing-Effekte abzustellen, um zügig scrollen zu können (zumindest bei höheren Auflösungen und Intel-Grafikkarte).
- (ausgewogen): Compiz hat zwar auch eine expose-Funktion, um alle Fenster nebeneinander in einer Vorschauansicht zu zeigen (Scale Plugin), das Tool "Switcher" macht dies unter Windows aber in sofern besser, als dass man auch minimierte Fenster angezeigt bekommt - und genau um die geht es ja meist bei einem solchen Wechsel. Hier kann man allerdings unter Linux durch ein Script eine Lösung erreichen (siehe Thread) oder auf das Tool Skippy ausweichen. Oder als Workaround anstatt Fenster zu verkleinern diese einfach auf einen extra Workspace ablegen. Oder aber Cairo Dock verwenden, das kann Previews von minimierten Anwendungen anzeigen (allerdings sind diese nicht live). Zukünftige Lösungen (noch Beta) sind die Compiz Plugins Dock und minimize.
- (+Vista): Unterscheidung zwischen Mauscursor (Pfeil) und Stiftcursor (Punkt) für TabletPCs. Gibt es bislang unter Linux nicht, ließe sich prinzipiell aber nachrüsten (offenes Problem)
- (+Vista): Hübsches und funktionelles Startmenü mit Suchfunktion und Favoriten. Vergleichbares gibt es zwar auch für Linux (z.B. MintMenu), muss man aber erst suchen, installieren und auf die Bedürfnisse konfigurieren.
- (+Vista): Transparente Fensterrahmen sind zwar schön, aber maximierte Fenster sollten keinen transparenten Header haben. Unter Vista ist dies default. Unter Linux hab ich dazu bisher keine Lösung gefunden.
- (+Vista): Die Window Resize-Funktion ist unter Compiz leider untragbar langsam, daher muss man die real-time Vorschau dafür abschalten.
- (+Vista): Die Fenster-Vorschauansichten sind unter Vista hübscher (unter Linux ist kaum was zu erkennen, irgendwie sind da die Algorithmen nicht ganz ausgreift)
- (+Vista): bessere Unterstützung bei hardwarenaher Software. Am wichtigsten sind hier Flash Player (ressourcenhungrig unter Linux und Probleme beim Scrollen), Skype (Features hinken unter Linux hinterher) und Grafikkarten (schlechtere Acceleration, speziell beim Font Rendering/Scrollen)
- (ausgewogen): eine entscheidende Hürde für viele Umsteiger ist das Rechtemanagement unter Linux. Wer z.B. versucht eine Anwendung manuell zu installieren, muss für den Zugriff auf Systemordner sein Login wechseln. Mit einem Terminal geht das zwar problemlos, dies schreckt aber Neulinge ab und auch für Experten ist dies für bestimmte GUI Anwendungen zu umständlich und fummelig. Man kann sich in Thunar oder auch in Nautilus Kontext-Befehle wie "Öffnen als Root" anlegen, damit ist das dann etwas einfacher, aber wirklich OOB-Komfort ist was anderes. Störend ist auch, dass man nicht nur wie in Vista bestätigen muss, sondern zusätzlich das Passwort auch immer neu eingeben muss. Vista fragt zwar immer doppel nach dem Einverständnis des Users, schaltet dann aber immerhin automatisch die Zugriffsrechte frei, ohne dass eine erneute Passworteingabe nötig ist. Unklar ist unter Linux auch das Rechtekonzept bei Updates (benötigt das wirklich Rootrechte?). Hier scheint es noch konzeptionelle Probleme zu geben, die z.B. im Unternehmenseinsatz erhebliche Schwierigkeiten machen dürften.
- (+Vista): Cairo Dock unter Linux ist zwar schon recht brauchbar, im Vergleich zu der Freeware ObjectDock für Vista aber noch unausgereift und lange nicht so hübsch. So hat ObjectDock unter anderem Mini-Vorschauansichten, die zusätzlich durch ein Anwendungsicon zur besseren Unterscheidung gekennzeichnet sind. Die Miniaturansichten werden beim Anwählen herausgezoomt und nur das Anwendungsicon bleibt zurück - sehr schön gelöst.
- (+Linux): Middleclick Scrollen+Middleclick (Windows kann leider nur eins von beidem)
- (+Linux): Middleclick Scrollen in allen Anwendungen (Windows unterstützt das in einigen Ausnahmen komischer weise nicht, beispielsweise in List-Boxen)
- (+Linux): Einfachere Installation und Update von Programmen durch Aktualisierungsverwaltung (bei Vista nur für OS und Microsoft Anwendungen, nicht für weitere Anwendungen, die muss man leider immer manuelle updaten). Insbesondere ist bei Linux nur bei Kernel Updates ein Reboot erforderlich, also nur alle paar Wochen. Unter Windows erfordern viele Updates ein Reboot und unterbrechen so ständig den Arbeitsablauf.
- (+Linux): Festplatte abschaltbar: Die Festplatte kann man im Akkubetrieb ganz abschalten und die bleibt dann auch aus (entsprechende Einstellungen der Dirtywriteback Time, der Syslog und einer Ramdisk für Firefox vorausgesetzt).
- (+Linux): im typischen Betrieb hält der Akku unter Linux (allerdings ohne Compiz) etwa 10% länger als unter Vista (idle Verbrauch ist etwa gleich
- (ausgewogen): Stiftgefühl ist bei beiden etwa gleich, Gesten werden mit easystroke unter Linux besser unterstützt als unter Windows (das beste ist hier nach wie vor StrokeIt, das seit 2005 keine Updates mehr erhalten hat), cellwriter ist etwas besser bei der Eingabe "nichtflüssiger" Texte (z.B. Formulare ausfüllen einzelne Buchstaben korrigieren, URLs eingeben) als das Vista TIP, da man eigene Buchstaben trainieren kann. Das Vista TIP kann allerdings auch "flüssige" Handsschrifterkennung (für mich nicht wichtig, da in diesen Fällen sowieso Swiveln und Tastatureinsatz), leider ist das Umschalten der Sprache bzw. des Einzelbuchstabenmodus so umständlich, dass die Handschrifterkennung in der Praxis keine Vorteil gegenüber Cellwriter liefert. Tablet Anwendungen hat Linux mit Xournal, Gimp und Inkscape eine erstklassige Ausstattung.
- (+Vista): Auto-Hibernate in Suspend: Vista kann aufwachen aus dem Suspend to Ram, wenn der Akkustand niedrig wird, um dann in ein Hibernation (Suspend to Disk) zu wechseln. Unter Linux ist es ggf. auch möglich, diese Funktion zu konfigurieren (offenes Problem). Mit s2both wird unter Linux auch ein Speicherabbild auf die Festplatte geschrieben, so dass man dann immerhin nicht seine Session verliert. Allerdings ist das ständige Schreiben auf die Platte nur wegen eines Suspends keine wirklich schöne Lösung.
Upgrade auf Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope
Upgrade auf Jaunty (zu diesem Zeitpunkt die Betaversion) durch Alt-F2 (Kommandofenster) und Aufruf des update managers mit dem Parameter -d
update-manager -d
Das funktioniert problemlos und dauert circa 20 Minuten. Zwischendurch fragt er, ob einige Konfigurationsdateien überschrieben werden oder beibehalten werden sollen. Hier habe ich immer "überschreiben" gewählt Allerdings musste ich nun einiges wieder neu einrichten:
- Tastaturlayout auf Deutsch (schaltet bei Upgrade auf Englisch)
- Trackpoint Mittelclick Scroll (geht seit Upgrade nicht mehr)
- Tablet-Stift (geht nicht mehr)
Für die Einstellung des Trackpoints stolperte ich über das Tool configure-trackpoint. Das kann man sich von dort als .deb installieren. Allerdings kann es nur die Empfindlichkeit einstellen. Mittelclick Scroll lässt sich damit nicht einstellen. Stattdessen muss man nach dieser Anleitung vorgehen.
Dabei muss man natürlich die vormals eingefügten Zeilen zum ignorieren der Autokonfiguration in der xorg.conf wieder auskommentieren. Dann gehen Trackpoint und auch Stift vollständig.
Fazit
Das x61t läuft unter Ubuntu leiser, schneller, länger, funktioneller und zuverlässiger als unter Vista. In den Anwendungen bemerkt man ansonsten kaum einen Unterschied zwischen den Betriebssystemen und benutzt Ubuntu sofort intuitiv. Look&Feel sind durch die klare Schriftdarstellung, die hübsche Oberfläche, die schnelle Responsivität, die umfassende Trackpoint Unterstützung und überall konsistente und durchdachte Bedienung, sehr positiv. Die Konfiguration erfordert eine gewisse Einarbeitung, wie dieser Erfahrungsbericht zeigt. Im übrigen sind Installation, Updates und hardwarenahe Tweaks (z.B. zur Lüftersteuerung) deutlich einfacher zu handhaben als unter Vista. Auch in den Tablet-Funktionen schlägt sich das freie Betriebssystem akzeptabel, obwohl hier die fehlende Handschrifterkennung ein gravierendes Manko darstellt. Immerhin funktioniert die Buchstabenerkennung dank CellWriter sehr gut und xournal erlaubt Handschriftnotizen, ist aber kein voller Ersatz zu OneNote, das handschriftliche Notizen auch durchsuchen kann. In der Praxis spielt die Handschrifterkennung aber nur eine untergeordnete Rolle, da man längere Texte ohnehin besser über die Tastatur eingibt. Wesentlicher Vorteil gegenüber Vista ist aber die hervorragende Gestenerkennung dank easystroke. Überzeugen kann schließlich der geringere Stromverbrauch unter Linux. Bei 2 Watt weniger beim Websurfen im Vergleich zu Vista erhält man circa eine Stunde mehr Akkulaufzeit.
Neuinstallation durch Rescue & Recovery
Da das nachträgliche Umschalten auf SATA AHCI Modus und Installieren des Treibers zu einem toten System führte, habe ich alles nochmal mit der Rescue & Recovery Partition auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Dabei kann man komfortabel auswählen, welche Software vorinstalliert werden soll. Hier habe ich alles disabled. Selbst den Update Manager benötigt man nicht, Update der Gerätespezifischen treiber funktioniert einwandfrei über Vista Updates. Die Platte vollständig neu formatieren lassen. Zuvor im Bios alle Einstellungen überprüft und AHCI Modus eingeschaltet (Werksseitige Voreinstellung war Compatibility Modus). Leider kommt die Wiederherstellung nicht weit, erzeugt eine Fehlermeldung, und man muss im Bios den Compatibility Mode wieder aktivieren. Das ganze dauert etwa 2 Stunden, dann hat man ein jungfräuliches Vista. Zunächst habe ich mit dem integrierten Partitionierungtool eine weitere Partition für Linux erzeugt, diesmal ging das problemlos.
Anschließend will Vista 89MB (!) Updates installieren. Das dauert etwa eine Stunde.
Und tatsächlich scheint die Stromaufnahme nun geringer, ich erreiche direkt 7,3 Watt (statt vorher 9,8) im idle bei niedrigster Helligkeit. Das kann aber auch an der ThinVantage Energiemanager Software liegen, die wohl keine sinnvollen Werte ausgibt. Genaueres kann man erst nach einem Full Rundown sagen.
Komischerweise funktioniert das Onscreen-Display für die Display Helligkeit erst nach einem Update der Hotkey Treiber, was als Optional von Vista Update manager angeboten wird. Dafür geht der Festplattenerschütterungssensor direkt (hatte vorher dafür kein Icon).
Umstellen von IDE auf AHCI
Das Umstellen auf AHCI funktioniert nicht so einfach. Lösung ist das Ändern der Registry nach dieser Anleitung
Den Intel MAtrix Storage Driver von der Lenovo Seite installieren.
Weitere Links
- Think-Wiki deutsches Wiki zum Thema ThinkPads. Online seit April 2008. Bietet Modellübersichten, Technische Daten, Umbauanleitungen, Tuning Tipps, Performance & Stromsparoptimierungen, Windows & Linux)
- X61t love afair
- clean install guide
Siehe auch die Übersicht weiterer interessanter Notebooks sowie Liste der Testberichte zum x61t
- simple clean install (hier: Vista x64)
Multi-Boot
Installation von XP
Schließlich wollte ich dann noch XP im direkten Vergleich testen. Zunächst die Vista Partition mit GParted LiveCD verkleinert. Danach bootet Vista nicht mehr. Da ich keine CDs dafür habe, um die Partition zu reparieren, war dies ein Problem. Nun - erstmal auf den freigewordenen Platz Windows XP installieren. Beobachtungen:
- Partition anlegen problemlos, allerding musste ich Rescue & Recovery löschen, da sonst die maximale Zahl der Partitionen überschritten worden wäre (R&R+Vista+Ubuntu+SWAP+XP)
- Dauert etwa 40 Minuten (also deutlich länger als Ubuntu). Probleme gibt es dabei nicht
- Allerdings funktionieren weder WLAN noch Ethernet auf Anhieb und auch die Grafik bleibt in zu niedriger Auflösung. Selbstverständlich funktionieren auch die Hotkey nicht. All dies geht bei Ubuntu oob.
- Ein Blick in den Gerätemanager offenbart: Ethernet, PCI Geräte und Video Controller wurden nicht erkannt. Ebenso Fingerprint Reader.
- vermutlich ist die XP CD zu alt (Service Pack 1)?
- dann eine Vista CD besorgt, die andere Partition repariert
- dann ist XP nicht mehr bootbar (vermutlich, weil es nicht die erste Partition war? Oder weil die Windos Systeme sich gegenseitig den Boot-Sektor überschreiben?)
- nach Neuinstallation von Grub aus Ubuntu LiveCD gelang es mir zwar, dies zu installieren, XP bootet aber trotzdem nicht mehr (vermutlich durch manuelles Einfügen in der Grub-Config lösbar, das hab ich aber ncht weiter verfolgt).
- hab daher in diese Partition schlicht Vista installiert, um mal einen Vergleich zur Preload Installation zu kriegen:
Vista Clean Install
- Vista clean installiert bringt auf der Kiste erstmal kaum was ans laufen: keine Hotkeys, niedrige Auflösung, kein Trackpoint Treiber, etc.
- als erstest Vista Update rödeln lassen, das dauert...
- dann Lenovo Update Manager installiert
- nun folgt der 3. Neustart
- erforderliche Updates auswählen (alle bis auf den ThinkVantage Crap).
- der Update Manager läd 170 MB (!) runter, das dauert erstmal...
- 4. Reboot. Es geht immer noch nichts. Noch mal System Update, wieder 61 Updates und noch mal 179 MB (!) runterladen...
- 5. Reboot. Endlich funktioniert die Auflösung, aber immer noch keine Hotkeys etc.
- nochmal in den ThinkVantage Update Manager. Offenbar hat da was nicht funktioniert? Also noch mal alles auswählen und 170 MB runterladen...
- Dieses Spielchen musste ich noch 2 mal wiederholen. Vista Update sieht dann Updatefehler, da ja Lenovo's Update bereits etwas eingespielt hat). Dieses Zusammenspiel funktioniert noch nicht ganz. Immerhin steht nun das System. Aber einige Stunden Zeit sollte man dafür mitbringen.
- Idle Power Consumption@min Backlight= 8,7 Watt, dabei ist alles unverändert, also alle Dienste sind an, Aero und Sidebar (nur mit Uhr) aktiv, WLAN aus C4-Fiepen ist leise zu hören, Festplattenaktivität ist nicht bemerkbar (LED blinkt nu selten mal kurz auf).
- mit WLAN an (Hardwareschalter) -> kein Unterschied messbar (Vista scheint nun default Stromsparen aktiviert zu haben)
- Festplattenschutz deaktiviert -> kein Unterschied messbar
- hab dann Write Caching aktiviert
- RMclock installiert und Undervolting Werte konfiguriert
- Power Saving Profil von RMclock -> liefert identische Werte wie Vista's Energiespar Schema
- Performance on Demand von RMclock -> wie zu erwarten im idle kein Unterschied messbar
- TPFancontrol von Troubadix installiert und aktiviert -> kein Einfluss auf den Stromverbrauch messbar
- Sidebar deaktiviert -> kein Einfluss auf den Stromverbrauch messbar
- IE7 gestartet, Youtube Film -> 13,8 Watt
- Rightmark deaktiviert (um zu vergleichen) -> Systemcrash
- Reboot. Gleichen Youtube Film, noch mal andersrum: RMclock No Management und Vista im Energiesparmodus, diesmal in Vollbild abgespielt (für höhere Last) -> 15,4 Watt
- dann No Management, Ausgewogen Schema -> 19,8 Watt (da läuft der Video eben etwas glatter ist aber kaum zu sehen)
- das gleiche mit RMclock Performance on Demand -> 15,6 Watt (dabei den Vista Plan Energiesparen, RMclock wird dann offenbar nicht angewendet)
- in Vista den Energiesparplan RMclock wählen -> 21 Watt (also braucht RM clock etwas mehr! So ganz scheint da was nicht zu stimmen)
Diskussion/Kommentare
weitere Tipps? Hier mögen Besucher bitte Hinweise ergänzen.
Sehr guter ausführlicher Artikel! Wäre aber evtl. besser die einzelnen Teile des Artikels auszulagern und per Hotlink zu verlinken. Also Linux Installation nur kurz ansprechen und die Details auslagern.Würde den Text lesbarer machen.
- Da der Artikel evtl. nicht allein steht, und so umfangreich ist, dass er schon Google-Treffer auf sich zieht, wäre es vielleicht sinnvoll, ein paar Links vorweg zu stellen, oder den Artikel in eine Kategorie zu setzen. Auf diese Weise werden dem zufälligen Besucher weitere Informationen erschlossen.

